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Wissenschaftspreis
Forscherinnen in Niedersachsen ausgezeichnet

In Niedersachsen wurde der alljährliche Wissenschaftspreis verliehen. Dieses Mal gewannen ausschließlich Frauen.

22.11.2018

Ausschließlich Frauen werden in diesem Jahr mit dem Wissenschaftspreis des Landes Niedersachsen ausgezeichnet. Insgesamt elf Forscherinnen und Studentinnen wurden am Mittwochnachmittag in Hannover von Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) geehrt. Die Gesamtsumme liegt bei über 100.000 Euro.

Zwei Professorinnen, zwei Nachwuchswissenschaftlerinnen und fünf Studentinnen, darunter ein Team, wurden für ihr Engagement in Forschung und Studium ausgezeichnet. In der neu etablierten Kategorie "Lehre" zeichnete Wissenschaftsminister Björn Thümle eine Professorin und eine wissenschaftliche Mitarbeiterin im Team aus. Alle Preisträgerinnen kommen von niedersächsischen Hochschulen.

Die ausgezeichneten Wissenschaftlerinnen:

  • Denise Hilfiker-Kleiner erhielt den mit 25.000 Euro dotierten Preis als herausragende Wissenschaftlerin an einer Universität. Die Professorin für Molekulare Kardiologie an der Medizinischen Hochschule Hannover habe mit ihren Studien Pionierarbeit in der interdisziplinären Analyse von Krankheitsbildern geleistet, hieß es zur Begründung.
  • Professorin Dr. Inga Holube wurde als herausragende Wissenschaftlerin einer Fachhochschule ausgezeichnet, ebenfalls mit 25.000 Euro. Sie zeichne sich durch ihre Forschung in der Audiologie über das Hörvermögen und die Hördiagnostik aus.
  • Dr. Xiaoying Zhuang, Leibniz Universität Hannover, und Juniorprofessorin Dr. Jannika Mattes, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, erhielten die Preise für  Nachwuchswissenschaftlerinnen, dotiert mit jeweils 10.000 Euro; Zhuang für ihre innovativen und robusten Methoden zur Lösung partieller Differentialgleichungen, Mattes für ihre Forschung über zentrale Herausforderungen unternehmerischer Innovationsstrategien und über den gesellschaftlichen Wandel im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien.
  • Mit dem Lehrpreis, dotiert mit 25.000 Euro, wurden Professorin Regina Toepfer und Dr. Wiebke Ohlendorf von der Technischen Universität Braunschweig ausgezeichnet für ihr Lehrkonzept "MAppsBS: Mittelalter-App für Braunschweig. LiteratToUr in der Stadt". Mit dem Format förderten sie laut Begründung des Landes Niedersachsen digitales Lernen und einen aktiven Umgang mit fachwissenschaftlichen Inhalten.

    Die Hochschulen können jedes Jahr Vorschläge für die Preisträger machen, die Wissenschaftliche Kommission des Landes trifft dann nach Angaben des Ministeriums die Endauswahl. Geehrt wird, wer "einen wesentlichen Beitrag zur Hochschulentwicklung des Landes geleistet hat". In der Kategorie "Lehre" gibt es eine Jury, in der zur Hälfte  Studierende mit darüber entscheiden dürfen, wer ausgezeichnet wird.

    aktualisiert: 22.11.18, 11:04 Uhr

    dpa/kas