Prof. Kai Fischbach
Jürgen Schabel/Universität Bamberg

Deutscher Hochschulverband
Kai Fischbach wird Präsident des Jahres

Die Mehrheit der DHV-Mitglieder sieht Fischbach als ideale Besetzung. Wissenschaftsministerin des Jahres wird erstmals Manja Schüle.

23.02.2026

Professor Kai Fischbach, seit 2020 Präsident der Universität Bamberg, wird zum "Präsidenten des Jahres" gewählt, wie der Deutsche Hochschulverband (DHV) am 24. Februar mitteilt. Der DHV ehrt damit Fischbachs vorbildliche Amtsführung. Mit der Note 1,422 erzielt er die beste Bewertung. Die Abstimmenden halten ihn mit rund 71,1 Prozent für "die ideale Besetzung". Weitere 22,2 Prozent sehen in ihm "eine sehr gute Besetzung". Laut Pressemeldung wird Fischbach als "wunderbarer, auf Augenhöhe mit allen Angehörigen der Universität agierender Präsident" beschrieben. 

Die zweite Position des Rankings bekleidet der Sieger des Jahres 2024, Professor Manfred Bayer von der TU Dortmund mit einer Note von 1,423. Auf Platz drei landet mit der Note 1,857 Professorin Susanne Menzel-Riedl, Rektorin der Universität Osnabrück. Die Plätze vier und fünf gehen in diesem Jahr an den Präsidenten der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau, Professor Malte Drescher, und Professor Andreas Marx, Rektor der Universität Jena.

Hochschulleitungen schneiden überwiegend positiv ab

Bereits zum achtzehnten Mal fragte der DHV seine rund 34.000 Mitglieder, inwieweit sie die jeweiligen Amtsinhaberin beziehungsweise den jeweiligen Amtsinhaber als geeignet für die Leitung der Hochschule ansehen und vergaben Bewertungen von "die ideale Besetzung" (Note 1) bis "die denkbar schlechteste Besetzung" (Note 6). Zwei Drittel der Befragten (68,7 Prozent) beurteilen die eigene Hochschulleitung demnach überwiegend positiv. Dabei sehen 29,4 Prozent der Teilnehmenden ihre jeweilige Führungspersönlichkeit als "die ideale Besetzung" an. Insgesamt reicht das Bewertungsspektrum von 1,42 bis 4,42. Die insgesamt ermittelte Durchschnittsnote für alle deutschen Rektorinnen und Rektoren beziehungsweise Präsidentinnen und Präsidenten liegt bei 2,731 ("Befriedigend plus").

Manja Schüle zur Wissenschaftsministerin des Jahres gewählt

An der Abstimmung zur Wissenschaftsministerin beziehungsweise Wissenschaftsminister des Jahres nahmen insgesamt 2.222 Personen teil und vergaben im Durchschnitt die Note 3,308, so die Pressemeldung. Mit der Note "gut" (2,037) geht der Titel in diesem Jahr an Manja Schüle (SPD), Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. Sie liegt damit knapp vor dem Gewinner der Jahre 2019, 2021 und 2024 Professor Armin Willingmann (SPD, Note 2,053), Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt. Dritte wurde Baden-Württembergs Ministerin Petra Olschowski (Bündnis 90/Die Grünen) mit der Note 2,962.

Die drei letzten Plätze besetzen in diesem Jahr Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär (CSU, Note 3,940), die Berliner Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (SPD, Note 4,242) und Timon Gremmels (SPD, Note 4,534), Wissenschaftsminister in Hessen. Damit schneidet Bär besser ab als ihre Amtsvorgängerin Bettina Stark-Watzinger (FDP, Note 4,82 im Jahr 2025), an ihrer Eignung und fachlichen Qualifikation wird laut Meldung dennoch gezweifelt. Auch wenn einige Personen ihre starke Technikorientierung demnach positiv bewerten, wird ihr ein verkürztes Wissenschaftsverständnis vorgeworfen sowie ein fehlendes Gespür für akademische Fachkulturen in der Breite.

Die Auszeichnungen werden im Rahmen der Gala der Deutschen Wissenschaft verliehen, die am 23. März 2026 am Vorabend des 76. DHV-Tags in Berlin stattfindet. Weitere Informationen zu den Rankings sowie die detaillierten Ergebnisse erscheinen in der März-Ausgabe von Forschung & Lehre.

hae