Das Bild zeigt Studierende auf einer Treppe aus der Vogelperspektive.
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Wissenschaftliche Karriere
Plattform soll über Karriere-Chancen in der Wissenschaft informieren

OECD und EU-Kommission haben die Plattform "Research and Innovation Careers Observatory" gelauncht. Noch befindet sie sich im Aufbau.

08.07.2025

Die Plattform "Research and Innovation Careers Observatory (ReICO)" soll umfassendes Datenmaterial für Forschende in frühen Karrierephasen und politische Entscheiderinnen und Entscheider sammeln. Ende Juni veröffentlichten die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und die EU-Kommission eine Beta-Version der Plattform, die sukzessive um neue Daten erweitert werden soll. Das Online-Angebot reagiere auf einen Bedarf der politisch Verantwortlichen, der Forschungs- und Innovationsgemeinschaft und der breiten Öffentlichkeit an zuverlässigen Statistiken und politisch relevanten Informationen über Berufswege in der Wissenschaft.

Als sechsjähriges Projekt werde die ReICO-Plattform kontinuierlich weiterentwickelt. Im Mittelpunkt stehen thematische und länderspezifische Dashboards mit standardisierten statistischen Indikatoren, die einen Überblick über Talente und Karrieren im Bereich Forschung und Innovation bieten sollen. Zentrale Themen sind laut Website Talententwicklung, Arbeitsmarkt und internationale Mobilität. Datenlücken sollen aufgespürt und adressiert, Messstandards verfeinert und Empfehlungen für die Verbesserung entsprechender OECD-Richtlinien erarbeitet werden.

Datensammlung als gemeinschaftliches Projekt

Die Datensammlung habe dem Briefingdienst Table Media zufolge vor einem Jahr begonnen. Bislang würden Daten aus 53 Ländern zur Verfügung stehen. Außerdem sei ein Netzwerk aus 45 Teilnehmerländern aufgebaut worden, die neues Datenmaterial einspeisten. Die Initiative biete eine evidenzbasierte Grundlage für den politischen Diskurs, hebt der Briefingdienst hervor. Zukünftig könne die Plattform auch in Deutschland zu einer zentralen Anlaufstelle innerhalb der Debatte über Arbeitsbedingungen und Karrierechancen in der Wissenschaft werden.

Nationale sowie internationale Politik und Forschung können beziehungsweise sollen sich an dem gemeinschaftlichen Projekt beteiligen, heißt es auf der Website von ReICO. Erbeten werden etwa neue Datenquellen zur Verbesserung des Monitorings von Talenten sowie Fallstudien und Kurzdarstellungen von Karrierepfaden in der Wissenschaft. Auch Feedback zu Indikatoren und Methoden sei willkommen, um die Datengenauigkeit zu verbessern. Für das kommende Jahr kündigte die Initiative eine Erhebung zu Beschäftigten im Bereich Forschung und Innovation an.

hes