Karriere

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Außenansicht des Thomas-Mann-Haus
VATMH Mike Kelley

Stipendien
"Thomas Mann Fellows" für 2022 ausgewählt

Fünf neue Stipendiaten dürfen 2022 das ehemalige Wohnhaus von Thomas Mann in Los Angeles beziehen. Es gilt als Debattenort zu Zeitfragen.

10.11.2021

Fünf neue "Thomas Mann Fellows" sind für einen Aufenthalt im ehemaligen Wohnhaus des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann in Los Angeles nominiert worden. Die Archäologin Sunhild Kleingärtner, der Bibliothekar und Wissenshistoriker Ulrich Johannes Schneider, die Architektin Rosario Talevi, die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Swenja Zaremba sowie die Innovationsforscherin Rubina Zern-Breuer werden sich 2022 in drei- bis viermonatigen Aufenthalten wissenschaftlichen Fragen widmen, teilte der Verein Villa Aurora & Thomas Mann House am Mittwoch in Berlin mit.

Die Jahresthemen 2022 seien "Restoring Public Trust" und "Imagining Equality in Diversity". So erforsche etwa Kleingärtner, wie das gesellschaftliche Vertrauen in die Institution Museum gestärkt werden kann. Schneider untersuche, wie man aus der international unterschiedlichen Nutzung von Bibliotheken ihre Funktion und Rolle in der Gesellschaft definieren könne.

Für 2021 waren sechs Stipendiatinnen und Stipendiaten nominiert: der Politikwissenschaftler Christoph Bieber, die Journalistin und stellvertretende Chefredakteurin des ZEIT-Magazin Maria Exner, die Kunstjournalistin Magdalena Kröner, die Politikwissenschaftlerin Christine Landfried, der Informatiker Andreas Nitsche sowie der Wirtschaftsjournalist Felix Rohrbeck. Aufgrund der Corona-Pandemie holen zudem die Thomas Mann Fellows 2020 – Mohammed Amjahid, Rainer Forst, Friedhelm Marx, Birte Meier, Christoph Möllers, Heike Paul, Claus Pias, Bernhard Pörksen, Andreas Reckwitz und Michael Zürn – ihren Aufenthalt in Pacific Palisades im Jahr 2021 nach.

Die ehemalige Thomas-Mann-Residenz in Pacific Palisades, einem Stadtteil von Los Angeles, war von der Bundesrepublik erworben und im Juni 2018 als transatlantische Begegnungsstätte eröffnet worden. Der vor den Nazis ins Exil geflohene Schriftsteller Thomas Mann (1875-1955) hatte dort zwischen 1942 und 1952 gelebt. Das Haus der Familie Mann war damals Treffpunkt berühmter Künstler und Intellektueller. Der Verein Villa Aurora & Thomas Mann House wird unter anderem vom Auswärtigen Amt und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

dpa/ckr