Portraitfotos der Nominierten Michael Moehler, Pierre Gentine, Jan Rehwinkel und Sahika Inal.
Alexander von Humboldt-Stiftung/Columbia University/privat

Spitzenforschung
Vier neue Humboldt-Professuren verkündet

Die Alexander von Humboldt-Professuren bringen internationale Spitzenforschende nach Deutschland. Nun stehen die letzten Nominierungen für 2026 fest.

27.11.2025

Eine Frau und drei Männer hat die Alexander von Humboldt-Stiftung für Humboldt-Professuren 2026 ausgewählt. Sie forschen laut Mitteilung der Stiftung an bioelektronischen Systemen und Immunreaktionen sowie in den Bereichen Analytische Philosophie und Erdsystemforschung. Die für den höchstdotierten internationalen Forschungspreis in Deutschland ausgewählten Forschenden wechseln aus Saudi-Arabien, den USA und dem Vereinigten Königreich an die Hochschulstandorte Dresden, Düsseldorf, Heidelberg und Tübingen.

Die Nominierten sollen mit der Auszeichnung langfristig für die Arbeit an deutschen Wissenschaftseinrichtungen gewonnen werden. Über eine Humboldt-Professur erhalten sie bis zu fünf Millionen Euro. Wenn die Berufungsverhandlungen mit den deutschen Universitäten, die sie nominiert haben, erfolgreich abgeschlossen sind, können sie über das Preisgeld verfügen. Die Preisverleihung ist laut Mitteilung für Mai 2026 geplant.

Die ausgewählten Forschenden für eine Humboldt-Professur 2026 sind:

  • Professorin Sahika Inal verbindet in ihrer Forschung an der King Abdullah University of Science and Technology, Saudi-Arabien, Elektronik und lebende Systeme. Sie könnte mit der Humboldt-Professur ihre Arbeit zu bioelektrischen Systemen an der Technischen Universität Dresden und dem Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden fortsetzen. 
     
  • Professor Michael Moehler soll als Analytischer Philosoph die Expertise der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im Fachgebiet Philosophy, Politics, and Economics (PPE) ausbauen. Er ist aktuell an der Hochschule Virginia Tech in den USA tätig.
     
  • Professor Jan Rehwinkel erforscht an der University of Oxford in Großbritannien die Reaktion des Immunsystems auf Virusinfektionen. Die Universität Heidelberg, wünscht sich, dass er seine Expertise zur angeborenen Immunität einbringt.
     
  • Der Klimatologe Professor Pierre Gentine soll der Universität Tübingen eine Spitzenposition in der KI-gestützten Erdsystemforschung bringen. Aktuell ist er an der Columbia University in den USA beschäftigt.

Die aktuelle Auswahlrunde für die Humboldt-Professur 2026 ist die zweite in diesem Jahr. Die erste Runde fand im vergangenen Frühjahr statt. Damals wurden bereits vier Forschende ausgewählt, die im kommenden Jahr aus Schweden, Großbritannien, Italien und den USA an deutsche Hochschulen wechseln sollen.

Die Alexander von Humboldt-Professuren werden von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt finanziert. 

cpy