Das Bild zeigt Treppenstufen vor der Widener Library der Harvard University.
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Destatis
Deutsche Studierende zieht es weniger ins Ausland

Das Statistische Bundesamt meldet für 2023 ein Prozent weniger Auslandsstudierende. Weniger nachgefragt werden insbesondere die USA.

19.12.2025

Im Jahr 2023 waren etwa 137.000 deutsche Studierende an einer ausländischen Hochschule eingeschrieben – ein Prozent weniger als im Vorjahr. Das meldete das Statistische Bundesamt (Destatis) am gestrigen Donnerstag. 70 Prozent der Auslandsstudierenden studieren demzufolge an einer Hochschule innerhalb der Europäischen Union.

Insbesondere das Interesse an einem Aufenthalt in den USA ist zurückgegangen: Dort waren 2023 insgesamt 6.900 deutsche Studierende eingeschrieben – ein Fünftel weniger als noch im Vorjahr. Rückläufig sind die Zahlen auch im Vereinigten Königreich (minus 13 Prozent) und in den Niederlanden (minus sieben Prozent). Trotzdem gehören diese drei Staaten sowie Österreich und die Schweiz nach wie vor zu den beliebtesten Zielländern. 65 Prozent aller deutschen Auslandsstudierenden wählen eines dieser fünf Länder für ihren Aufenthalt.

Steigendes Interesse an Österreich und der Schweiz

Österreich zieht weiterhin die meisten Studierenden an. 2023 waren dort rund 40.700 deutsche Studierende immatrikuliert, das waren acht Prozent mehr als im Vorjahr. Einen leichten Zuwachs um ein Prozent verzeichnete auch die Schweiz (insgesamt 12.600 Studierende aus Deutschland). Auffallend hoch sei der Anteil von Promotionsstudierenden in der Schweiz (26 Prozent gegenüber sieben Prozent in Österreich).

An häufigsten gewählt wurden wie in den Vorjahren Fächer aus den Fächergruppen "Wirtschaft, Verwaltung und Recht" (25 Prozent), "Sozialwissenschaften, Journalismus und Informationswesen" (19 Prozent) sowie "Gesundheit und Sozialwesen" (13 Prozent). Aufgrund von Zulassungsbeschränkungen in Deutschland entschieden sich zudem viele Studierende im Bereich Humanmedizin für ein Auslandsstudium in Osteuropa. Die Zahlen sind hier jedoch rückläufig (minus fünf Prozent im Vergleich zu 2022).

hes