Prüfungsjahr 2025
Hochschulabschlüsse 2025 um 3 Prozent gestiegen
Im Prüfungsjahr 2025 (Wintersemester 2024/2025 und Sommersemester 2025) haben rund 527.600 Studierende und Promovierende einen Abschluss an einer deutschen Hochschule erworben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am 2. Oktober in einer Pressemitteilung weiter informiert, waren dies 3 Prozent beziehungsweise 16.000 mehr Absolventinnen und Absolventen als im Prüfungsjahr 2024. Das entspricht einem Anstieg im zweiten Jahr in Folge. Der Frauenanteil lag unverändert bei 53 Prozent.
Fast jedes zweite Examen (49 Prozent beziehungsweise 256.000) führte im Prüfungsjahr 2025 zu einem Bachelorabschluss (ohne Lehramt). Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Bachelorabschlüsse um 4 Prozent oder 10.400. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Masterabschlüsse (ohne Lehramt) um 1,0 Prozent auf 150 800. Ihr Anteil an allen Abschlüssen im lag demnach im vergangenen Prüfungsjahr wie 2024 bei 29 Prozent.
Einordnung des Anstiegs
Ein Studienabschluss im Jahr 2025 ist in der Regel das Ergebnis eines bereits mehrere Jahre zuvor begonnenen Studiums. Deshalb kann die Zahl der Absolventinnen und Absolventen steigen, obwohl die Gesamtzahl der eingeschriebenen Studierenden stagniert oder sinkt. Die Zahl der Studierenden hatte im Wintersemester 2020/21 mit rund 2,95 Millionen einen damaligen Höchststand erreicht. In den Folgejahren setzte eine leichte Abwärtsbewegung ein. In den Wintersemestern 2024/25 und 2025/26 stagnierte die Gesamtzahl bei rund 2,86 Millionen Studierenden.
Im Fünfjahresvergleich seit 2021 wird deutlich, dass die Hochschulen bezüglich der erfolgten Abschlüsse zunächst die Corona-Verwerfungen ausgeglichen haben. Destatis erklärte Anfang der 20er Jahre, dass im ersten Corona-Jahr 2020 zahlreiche Prüfungen verschoben worden waren und diese 2021 nachgeholt wurden. 2022 und 2023 erlebten die Hochschulen bei den Abschlusszahlen zwei schwächere Jahre und verzeichnen seit 2024 wieder einen Zuwachs.
Vier von zehn Abschlüssen in Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Nach Fächergruppen betrachtet…
- wurden die meisten Abschlüsse (41 Prozent) in der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften verzeichnet.
- entfiel jeder vierte Abschluss (25 Prozent) auf die Fächergruppe Ingenieurwissenschaften.
- wurden 11 Prozent der Hochschulabschlüsse in der Fächergruppe Mathematik, Naturwissenschaften erworben.
- entfielen 9 Prozent der Abschlüsse in die Gruppe der Geisteswissenschaften.
- wurden 7 Prozent der Abschlüsse in der Humanmedizin beziehungsweise in den Gesundheitswissenschaften erzielt.
- entfielen die restlichen Abschlüsse auf die übrigen Fächergruppen Sport, Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften, Veterinärmedizin sowie Kunst, Kunstwissenschaft.
Deutlich mehr Lehramtsabschlüsse als im Vorjahr
Jeder zehnte Abschluss (10 Prozent beziehungsweise 51.700) entfiel 2025 auf das Lehramt. Davon waren 19.300 Bachelorabschlüsse, die in der Regel noch nicht zum Lehramt qualifizieren, 21.500 Masterabschlüsse und 10.900 Staatsexamensabschlüsse. Die Zahl der für das Lehramt qualifizierenden Master- und Staatsexamensabschlüsse stieg in der Summe gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent (um 1.800 auf 32.400). Dieser Anstieg setzt eine bereits 2024 sichtbare Entwicklung fort. Damals waren die lehramtsqualifizierenden Master- und Staatsexamensabschlüsse um 5 Prozent von 29.000 auf 30.600 gestiegen.
28.800 oder 5 Prozent aller Abschlüsse waren im Prüfungsjahr 2025 Promotionen. Damit erwarben 2,4 Prozent beziehungsweise 700 Personen mehr ihren Doktorgrad als im Vorjahr. Dazu kamen noch 32.100 herkömmliche universitäre und künstlerische Abschlüsse (zum Beispiel Staatsexamen außerhalb des Lehramtes, Universitätsdiplom) sowie 8.200 herkömmliche Fachhochschulabschlüsse (zum Beispiel Fachhochschuldiplom).
cva