Junge ärztin untersucht ein Kind
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Mecklenburg-Vorpommern Land vergibt Stipendien gegen Mangel an Landärzten

Mit Stipendien an Medizinstudenten will das Land Mecklenburg-Vorpommern den Ärztemangel auf dem Land angehen − mit einer Million Euro.

21.03.2018

16 Medizinstudentinnen und -studenten sollen heute in Rostock von Harry Glawe, Gesundheitsminister von Mecklenburg-Vorpommern, die ersten Stipendien überreicht bekommen. Sie werden mit 300 Euro monatlich gefördert und verpflichten sich dafür, nach ihrer Facharztweiterbildung für mindestens fünf Jahre im ländlichen Raum oder im öffentlichen Gesundheitsdienst zu arbeiten, erklärte das Gesundheitsministerium. Das Geld könne für höchstens vier Jahre und drei Monate gezahlt werden. Dafür stellt das Ministerium nach eigenen Angaben bis 2022 eine Million Euro zur Verfügung. Am Donnerstag will Glawe in Greifswald 13 weitere Stipendien überreichen.

Im Januar hatte die Kassenärztliche Vereinigung (KV) mitgeteilt, dass im Herbst 2017 allein bei Hausärzten 126 Stellen nicht besetzt werden konnten. In den nächsten fünf Jahren rechne die KV mit weiteren 250 Hausärzten, die Nachfolger für ihre Praxen bräuchten. Mangel gebe es auch bei Kinderärzten, Neurologen und Psychiatern sowie Hautärzten.

dpa

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