Berlin Lehrbeauftragte bekommen mehr Geld

Lehrbeauftragte stemmen einen großen Teil der Lehre an deutschen Hochschulen. In Berlin sollen sie dafür jetzt besser bezahlt werden.

03.07.2018

Lehrbeauftragte an Berlins Hochschulen bekommen für ihren Unterricht und Prüfungstätigkeiten künftig deutlich mehr Geld. Von diesem Wintersemester an sollen für eine Lehrveranstaltungsstunde (45 Minuten) 35 Euro statt bisher 24,50 Euro gezahlt werden, teilte die Wissenschaftsverwaltung am Dienstag in Berlin mit. Staatssekretär Steffen Krach nannte die Erhöhung "überfällig". Sie sei ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Die Vergütung soll schrittweise weiter erhöht werden: Ab dem Wintersemester 2019/20 gelte eine Mindestbezahlung von 37,50 Euro. Danach sei eine jährliche Steigerung um jeweils 2,35 Prozent geplant. Ab dem Wintersemester 2022/23 sollen für eine Unterrichtsstunde 40,21 Euro gezahlt werden.

Für die Vorbereitung, Beaufsichtigung und Korrektur von Prüfungen sollen die Lehrbeauftragten ab diesem Wintersemester 25 Euro für eine volle Arbeitsstunde erhalten. Auch dieser Betrag erhöht sich anschließend auf bis zu 28,72 Euro im Wintersemester 2022/23. Wie die Prüfungstätigkeiten aktuell bezahlt werden, teilte die Verwaltung nicht mit. Lehrbeauftragte sind in der Regel nicht fest an den Hochschulen angestellt.

dpa