Hochschulzulassung NC-Quote sinkt

Die Zahl der mit einem Numerus clausus versehenen Studiengänge sinkt. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen Ländern und Fächern.

04.07.2018

Der Anteil der Studiengänge mit Zulassungsbeschränkungen an deutschen Hochschulen geht zurück. Im kommenden Wintersemester sind 41,1 Prozent aller Studiengänge mit einem Numerus clausus (NC) belegt, wie das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) für seinen am Mittwoch veröffentlichten Numerus-clausus-Check ermittelt hat. Das sind 4,4 Prozentpunkte weniger als vor fünf Jahren. "Die deutlich gesunkene bundesweite NC-Quote zeigt, dass sich die Hochschulen immer besser auf den Studierendenboom einstellen", sagte CHE-Geschäftsführer Frank Ziegele laut Mitteilung.

Bei den NC-Quoten gibt es deutliche regionale Unterschiede. In Berlin (64,8 Prozent) und Hamburg (64,4 Prozent) gelten jeweils für fast zwei Drittel aller Fächer Zulassungsbeschränkungen. Auch im Saarland ist die NC-Quote mit 60,3 Prozent sehr hoch. In Thüringen können sich angehende Studenten dagegen bei vier von fünf Fächern (20,3 Prozent) direkt ohne Blick auf die Abiturnote einschreiben. Auch in Mecklenburg-Vorpommern (21,1 Prozent) und Rheinland-Pfalz (22,6 Prozent) sind die Chancen auf einen Studienplatz gut.

Bei den Fächern gibt es ebenfalls große Unterschiede. Bei den Sprach- und Kulturwissenschaften sind 70 Prozent aller Studiengänge ohne NC. Wer aber Jura, Wirtschafts-, Gesellschafts- oder Sozialwissenschaften studieren will, muss bei mehr als der Hälfte der Angebote mit einer Beschränkung rechnen.

dpa