Gebäude der Universidad de Chile
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Chile Vorstoß im Streit um Studiengebühren

Studierende in Chile haben seit Jahren gegen die hohen Studiengebühren im Land demonstriert. Jetzt hat Präsident Piñera ein Kompromissangebot gemacht.

03.06.2018

Nach jahrelangen Protesten chilenischer Studierender gegen hohe Studiengebühren hat Präsident Sebastián Piñera einen Kompromiss vorgeschlagen. Die Rückzahlung der Hochschulkredite solle erleichtert werden, kündigte der konservative Staatschef am Freitag in einer Rede im Parlament an.

Die Studierenden sollen demnach während ihres Studiums nichts bezahlen müssen. Die Rückzahlung solle dann in kleinen Raten aus dem Arbeitseinkommen erfolgen. Für Zeiten der Arbeitslosigkeit soll die Rückzahlungspflicht ruhen.

Derzeit gilt in Chile ein Gesetz, das 2005 unter der sozialdemokratischen Präsidentin Michelle Bachelet verabschiedet wurde. Es sieht zum Teil hohe Studiengebühren vor. In der Vergangenheit kam es deshalb immer wieder zu Protesten von Studenten, die sich Straßenschlachten mit der Polizei lieferten.

dpa