Bild Erstsemestern, die in einem Hörsaal auf den Beginn der Veranstaltung warten
picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Hochschulzugang 2025
Zahl der Studienberechtigten sinkt um acht Prozent

Im letzten Jahr erwarben weniger Schülerinnen und Schüler die Hochschulzugangsberechtigung. Grund ist der Wegfall der G8-Stufe in Bayern.

25.02.2026

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) meldet, haben 2025 rund 341.700 Schülerinnen und Schüler die Hochschul- oder Fachhochschulreife erworben. Das sind 29.900 und damit acht Prozent weniger als im Vorjahr. Der starke Rückgang wird auf die Reform des Schulsystems in Bayern zurückgeführt. Dort sei das achtjährige Gymnasium (G8) 2024 ausgelaufen und in der Folge der Abiturjahrgang 2025 unvollständig gewesen. Ohne Bayern betrage der Rückgang laut Pressemeldung insgesamt nur 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Viele Bundesländer verzeichnen weniger Studienberechtigte

Auch in anderen Bundesländern gab es weniger Schülerinnen und Schüler, die eine Studienberechtigung erworben haben. Neben Bayern, das einen Rückgang von 50,6 Prozent verzeichnete, sanken die Zahlen am stärksten im Saarland um 7,1 Prozent. Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt verzeichneten jeweils einen Rückgang um rund drei Prozent. Auch in Niedersachsen (-2,3 Prozent), Nordrhein-Westfalen (-2,4 Prozent), Bremen (-1,9 Prozent) und Rheinland-Pfalz (-0,2 Prozent) gab es weniger Studienberechtigte.

Ein Anstieg der Zahlen ist laut Mitteilung vor allem in Sachsen mit 5,7 Prozent und in Thüringen mit 3,8 Prozent zu erkennen. Danach folgen Hamburg mit 1,9 Prozent, Hessen mit 1,2 Prozent und Berlin mit 1,0 Prozent Zuwachs.

Frauenanteil bleibt 2025 konstant

Die meisten Studienberechtigten (80 Prozent) erwarben 2025 die Allgemeine oder Fachgebundene Hochschulreife, während 20 Prozent die Fachhochschulreife erlangten. Mit 54 Prozent gab es mehr Frauen als Männer unter den Absolventinnen und Absolventen. Diese Zahl blieb laut Pressemeldung damit gegenüber dem Vorjahr stabil. Bei den Studienberechtigten mit Allgemeiner oder Fachgebundener Hochschulreife lag der Frauenanteil demnach etwas höher bei 55 Prozent, während beim Erwerb der Fachhochschulreife das Geschlechterverhältnis recht ausgeglichen war (52 Prozent Frauen gegenüber 48 Prozent Männer).
 

hae