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Shanghai Fächerranking
Zwei deutsche Unis unter Top 10 weltweit

US-Unis dominieren im Fächervergleich und belegen 27-mal Rang 1. Deutschland erreicht die Top 10 in den Agrar- und Kommunikationswissenschaften.

16.09.2026

Die Technische Universität München (TUM) und die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München sind im Globalen Ranking der akademischen Fächer 2026 (GRAS) in zwei Fächern unter den Top 10 weltweit positioniert. Das geht aus den am 15. September veröffentlichten Daten der Shanghai-Ranking Consultancy hervor. In der Meldung zur Veröffentlichung heißt es, das Ranking sei "eine der weltweit umfassendsten und objektivsten Bewertungen von Universitäten nach akademischen Fachbereichen". 

Das diesjährige Ranking umfasst nach Angaben des Herausgebers 57 Fächer aus den fünf Fachbereichen Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Biowissenschaften, Medizin und Sozialwissenschaften. Insgesamt sind in der Ausgabe 2026 des GRAS rund 2.000 Universitäten aus 96 Ländern und Regionen vertreten. Pro Fach führt das Ranking die jeweils 500 besten Einrichtungen auf.

Deutschland mit 78 Hochschulen im Ranking vertreten

Die Hochschulen mit den besten Fächern: 

Die im weltweiten Ranking am höchsten platzierten deutschen Hochschulen sind die TUM mit Platz sieben bei den Agrarwissenschaften gefolgt von der LMU mit Platz neun in den Kommunikationswissenschaften. Insgesamt sind 78 deutsche Hochschulen mit 54 von 57 Fächern im weltweiten Fächerranking vertreten. Rund 5,2 Prozent der deutschen Einträge liegen in den Top 50 und 18,4 Prozent unter den Top 100. 

Unter den deutschen Hochschulen sind im Fächerranking die TUM (44) und die LMU (34) am häufigsten vertreten. Die TU Dresden, die Freie Universität Berlin und die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen teilen sich mit jeweils 32 Platzierungen den dritten Platz.

Die Fächer mit den häufigsten Platzierungen: 

Im Fach Psychologie gehen insgesamt 46 Platzierungen an deutsche Hochschulen und damit mehr als in allen anderen Disziplinen. Damit sind in der Psychologie circa 9,2 Prozent der gelisteten Einrichtungen aus Deutschland. In der Medizintechnik kommen von den 300 im Ranking aufgeführten Hochschulen weltweit zehn Prozent aus Deutschland. In diesem Fach gehören mit zwölf deutschen Universitäten etwas weniger als im Vorjahr zu den 100 besten (2025: 14). Mit dem Fach Künstliche Intelligenz haben es 14 deutsche Hochschulen in die Top 500 geschafft – darunter die TU Berlin, die TUM, die LMU und die Universität Bonn.

Hochschulen aus den USA und China weiterhin weit vorne 

Universitäten aus den USA dominieren weiterhin den globalen Vergleich und belegen in 27 Fächern den Spitzenplatz, dicht gefolgt von chinesischen Universitäten, die in 22 Fächern weltweit auf Rang 1 liegen. 

Die Harvard University sticht als leistungsstärkste Institution hervor und erreicht elf erste Plätze: sechs in den Sozialwissenschaften, je zwei in den Biowissenschaften und der Medizin sowie einen in den Ingenieurwissenschaften. Die chinesische Tsinghua-University führt in sieben Fächern, das Massachusetts Institute of Technology (MIT) in fünf. Jeweils zwei Spitzenplätze sichern sich zudem die Hong Kong Polytechnic University, die Indiana University Bloomington und die University of Chicago. 

Betrachtet man die Gesamtzahl der Nennungen in der Rangliste über alle Fächer hinweg, so erscheinen Universitäten aus den USA 4.119-mal, gefolgt von chinesischen Universitäten mit 4.077 Nennungen und Universitäten aus dem Vereinigten Königreich mit 1.536 Nennungen. Deutschland belegt mit insgesamt 926 Fachplatzierungen aus 78 Hochschulen Rang 4. 

Hinsichtlich der Anzahl an unterschiedlichen Fächern, mit denen die Hochschulen im GRAS 2026 vertreten sind, führt die Zhejiang-University mit 57 Fächern, gefolgt von der National University of Singapore mit 53 Fächern. Sieben weitere Institutionen folgen dichtauf mit jeweils 52 Fächern: Tsinghua-University, University of Oxford, Peking-Universität, University of Toronto, Sun-Yat-sen-University, University of Queensland und University of Melbourne.

Methode 

Das GRAS 2026 stützt sich laut Meldung der Shanghai-Ranking Consultancy auf eine Reihe akademischer Indikatoren, die fünf Bewertungskategorien abdecken: 

  1. Die Kategorie "Spitzenpersonal" (World-Class Faculty) umfasst die vier Indikatoren 
    - Trägerinnen und Träger internationaler akademischer Auszeichnungen, 
    - hochzitierte Forschende, 
    - Chefredakteurinnen und Chefredakteure internationaler Fachzeitschriften und 
    - Führungspositionen in internationalen akademischen Organisationen. 
     
  2. Der Bereich "Spitzenleistungen in der Forschung" (World-Class Output) berücksichtigt Publikationen in führenden Fachzeitschriften und internationale akademische Auszeichnungen. 
     
  3. Für die Kategorie "hochwertige Forschung" (High-Quality Research) sind Artikel in Zeitschriften ausschlaggebend, die im Fachzeitschriftenranking auf Basis bibliometrischer Kennzahlen zum obersten Viertel gehören (Q1). 
     
  4. Die Kategorie "Forschungswirkung" (Research Impact) bezieht sich auf die Zitationen (Category Normalized Citation Impact, CNCI). 
     
  5. Auf den Bereich internationale Zusammenarbeit zählen Artikel mit internationaler Koautorenschaft ein.

cva