Eine Studentin sitzt auf einer Coach und ist umgeben von Lernmaterialien.
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Studentisches Wohnen
Zwei Drittel der Studierenden sind überbelastet durch Wohnkosten

Jeder zweite Studierende hat durchschnittlich 930 Euro oder weniger im Monat zur Verfügung. Ein Großteil davon muss für Mietkosten aufgewendet werden.

27.08.2025

Studierende, die alleine in einem eigenen Haushalt leben, geben im Durchschnitt mehr als die Hälfte ihres Einkommens für Wohnkosten aus. Ihre Wohnkostenbelastung von 54 Prozent ist damit deutlich höher als die der Gesamtbevölkerung, die lediglich 25 Prozent beträgt. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch unter Verweis auf Erhebungen zu Einkommen und Lebensbedingungen aus dem Jahr 2024 mit. Bei Studierenden, die gemeinsam mit anderen Studierenden oder Auszubildenden in einer Wohngemeinschaft leben, sei die Wohnkostenbelastung mit durchschnittlich 37 Prozent etwas geringer ausgefallen. Sie liegt allerdings weiter über dem Anteil der Gesamtbevölkerung.

Beträgt die Wohnkostenbelastung auch nach Abzug erhaltener wohnungsbezogener Transferleistungen noch mehr als 40 Prozent, gelten Haushalte als überbelastet, so das Statistische Bundesamt. Demnach seien im vergangenen Jahr 64 Prozent der alleinlebenden Studentinnen und Studenten überbelastet gewesen. Dies habe auf 34 Prozent der Studierenden zugetroffen, die mit anderen zusammenwohnten und auf 12 Prozent der Haushalte der Gesamtbevölkerung.

Die Hälfte der Studierenden mit eigenem Haushalt verfügen laut Statistischem Bundesamt über weniger als 930 Euro monatlich. 42 Prozent ihres Budgets bezögen Studierende aus Erwerbseinkünften. 32 Prozent erhielten sie durch private Unterstützung wie Unterhaltszahlungen von Angehörigen. Weitere 14 Prozent stammten aus BAföG-Leistungen oder Stipendien. Die verbleibenden 12 Prozent seien weitere Einkünfte wie etwa Kindergeld.

cpy