Das Bild zeigt einen Taschenrechner, einen Stift und einen Ordner auf Dokumenten.
mauritius images / Zerbor

Statistisches Bundesamt
Ausgaben der Hochschulen sind gestiegen

Im Jahr 2024 haben Hochschulen mehr Geld ausgegeben als 2023. Destatis meldet einen Anstieg der Aufwendungen von fünf Prozent.

26.03.2026

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am 26. März in einer Presseerklärung mitteilt, haben öffentliche, private und kirchliche Hochschulen 2024 etwa fünf Prozent mehr für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung ausgegeben als im Vorjahr. Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen auf 79,2 Milliarden Euro. Mit 44,6 Milliarden Euro (56 Prozent der Gesamtsumme), gaben die Hochschulen demnach am meisten für Personalkosten aus. Das stellt einen Anstieg um sechs Prozent im Vergleich zu 2023 dar. Auch die Kosten für den laufenden Sachaufwand stiegen um sechs Prozent, während bei den Ausgaben für Investitionen ein Anstieg um nur 0,7 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro verzeichnet wurde.

An den medizinischen Einrichtungen der Universitäten stiegen die Ausgaben überdurchschnittlich um sieben Prozent. Sie gaben 39,2 Milliarden Euro aus. Universitäten ohne medizinische Institutionen hatten ein Ausgabevolumen von 28,5 Milliarden (vier Prozent mehr als im Vorjahr). Fachhochschulen und Verwaltungsfachhochschulen gaben 2,8 Prozent mehr aus, insgesamt 10,3 Milliarden Euro.

Eigenfinanzierung der Hochschulen bleibt stabil

Der Anteil der Eigenfinanzierung der Hochschulen blieb auf einem Niveau von 55 Prozent stabil. Die Einnahmen betrugen 2024 insgesamt 43,5 Milliarden Euro und stiegen mit etwa fünf Prozent um denselben Wert wie die Ausgaben.

Aus wirtschaftlicher Tätigkeit konnten sechs Prozent mehr Einnahmen generiert werden, die sich auf 29,4 Milliarden Euro beliefen, und die zu 95 Prozent an medizinischen Einrichtungen erwirtschaftet wurden.

Drittmitteleinnahmen stiegen unterdurchschnittlich an

Einen deutlich geringeren Anstieg verzeichneten die Hochschulen bei der Einwerbung von Drittmitteln, die vor allem für Forschung und Entwicklung an Universitäten, medizinischen Einrichtungen und in den Gesundheitswissenschaften bestimmt sind. Die Drittmittel beliefen sich 2024 auf insgesamt 10,7 Milliarden Euro, ein Anstieg von 0,5 Prozent im Vergleich zu 2023.

Die Gelder, die der Bund als größter Drittmittelgeber zur Verfügung stellte, stiegen um 1,1 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft stellte 3,2 Milliarden Euro (ein Plus von 2,5 Prozent). Die gewerbliche Wirtschaft investierte 7,5 Prozent mehr, insgesamt 1,7 Milliarden Euro.
 

hae