Illustration eines Netzwerks vor einem Hintergrund eines verblassten Flugzeugs
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Nachhaltigkeitsstrategien
Wissenschaftler in Europa sollen weniger reisen

Die meisten Hochschulen in Europa wollen zum Schutz der Umwelt Kurzreisen durch virtuelle Treffen ersetzen. Die Pandemie hat die Pläne befeuert.

17.09.2021

Mehr als die Hälfte der europäischen Universitäten will im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategien künftig kürzere Reisen ihrer Beschäftigten durch virtuelle Treffen ersetzen. Anlass dafür sind auch die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie. Das geht aus einer Umfrage der "European University Association" (EUA) an 372 europäischen Universitäten hervor, über die zunächst "Times Higher Education" berichtete. Im Fokus der ersten Umfrage dieser Art standen die Bemühungen der Universitäten, umweltfreundlicher und ressourceneffizienter zu agieren, sogenannte "Greening-Initiativen".

55 Prozent der Hochschulen planen demnach langfristig, kürzere Reisen von Mitarbeitern durch virtuelle Meetings zu ersetzen. 56 Prozent wollen zudem mehr mobiles Arbeiten einführen und 51 Prozent wollen die virtuelle Mobilität von Mitarbeitern und Studierenden erhöhen. Das soll auch den Verkehr auf Pendlerstrecken, vor allem aber Flugreisen reduzieren.

Vielerorts habe die Pandemie das Bewusstsein für Umweltfragen an den Hochschulen geschärft (37 Prozent), andernorts habe Nachhaltigkeit keine Priorität mehr (9 Prozent). Nach Stand der Erhebung der EUA hatten im Frühjahr 2021 bereits 64 Prozent der Universitäten institutsübergreifende "Greening-Initiativen" und weitere 18 Prozent Maßnahmen an einzelnen Instituten oder Fakultäten. Am häufigsten befassten sich diese mit Recycling und Abfallmanagement, nachhaltigem Bauen und Sanieren sowie nachhaltiger Nutzung von Ressourcen wie Wasser und Energie.

ckr

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