Spitzenforschung
Neue Humboldt-Professuren verliehen

Zum zehnten Mal wurden die Humboldt-Professuren an ausländische Forscher verliehen. Diese sollen Spitzenforschung nach Deutschland bringen.

08.05.2018

Neun Wissenschaftler aus dem Ausland sind am Dienstagabend in Berlin mit dem höchstdotierten Forschungspreis Deutschlands ausgezeichnet worden, der Alexander von Humboldt-Professur. Ein weiterer Forscher konnte nicht vor Ort sein und wird nachträglich ausgezeichnet. Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden von deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen nominiert und werden nun in Aachen, Berlin, Dresden, Erlangen-Nürnberg, Hamburg, Hannover, Leipzig, Mainz und München forschen.

"Humboldt-Professorinnen und -Professoren verändern mit ihrer Forschung unser Leben: ob sie an neuen Impfstoffen arbeiten, das Altern der Zellen beeinflussen oder die Sicherheit von Steuersystemen in Kraftwerken erhöhen", sagte der Präsident der Humboldt-Stiftung Hans-Christian Pape, der die Preise mit der Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek überreichte. Die Preisträger hätten mit Absicht die Freiheit, sich fünf Jahre lang ganz auf die Wissenschaft zu konzentrieren. "Auch um Grundlagen zu erforschen und Fragen zu beantworten, deren Relevanz vielleicht erst viel später sichtbar wird."

Karliczek erklärte: "Der Forschungsstandort Deutschland gewinnt mit der Humboldt-Professur seit zehn Jahren Spitzenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus der ganzen Welt. Davon profitieren unsere Hochschulen, unser Wissenschaftssystem und letztlich unsere ganze Gesellschaft." An die neuen Humboldt-Professoren gerichtet appellierte die Wissenschaftsministerin: "Ich wünsche mir, dass Wissenschaft sich aktiv in die Gesellschaft einbringt. Stellen Sie Ihre Arbeit in die Tradition ihres Namenspatrons Alexander von Humboldt und erklären Sie Ihre Forschungsergebnisse. Diskutieren Sie mit den Bürgerinnen und Bürgern und suchen Sie gemeinsam mit Ihnen nach Antworten."


Humboldt-Professur 2018: Die Preisträgerinnen und Preisträger

  • Universität Hamburg: Anne van Aaken (Rechtswissenschaften/Ökonomie)
  • RWTH Aachen: Wil van der Aalst (Informatik/Computer Science)
  • Universität Mainz/Institut für Molekulare Biologie gGmbH Mainz: Peter Baumann (Zellbiologie)
  • TU München: Marco Caccamo (Technische Informatik/Echtzeit-Systeme)
  • Universität Leipzig: James Conant (Philosophie)
  • Universität Erlangen-Nürnberg: Ewa Dabrowska (Kognitive Linguistik)
  • HU Berlin: Arno Rauschenbeutel (Quantenoptik/Atomphysik)
  • Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover: Guus F. Rimmelzwaan (Virologie/Immunologie)
  • Technische Universität Dresden: Michael H. Sieweke (Immunologie/Stammzellforschung)
  • RWTH Aachen: Raul Fidel Tempone (Angewandte Mathematik)

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierte Alexander von Humboldt-Professur ist mit fünf Millionen Euro für experimentell und dreieinhalb Millionen Euro für theoretisch arbeitende Forscher dotiert. Das Preisgeld ist für die ersten fünf Jahre Forschung in Deutschland bestimmt. Vor zehn Jahren startete die Humboldt-Stiftung das Format.


Humboldt-Professur 2018: Stimmen der Preisträgerinnen und Preisträger


kas

zuletzt aktualisiert: 09.05.2018, 12:00 Uhr