Alter Taschenrechner auf dessen Display "25 Prozent" steht (Symbolbild)
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DFG-Programmpauschale
25 statt 22 Prozent ab 2027

Im Rahmen der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz haben Bund und Länder entschieden: Die DFG-Pauschale steigt lediglich um drei Prozent.

28.11.2025

Die Programmpauschale der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wird auf 25 Prozent erhöht. Das hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) am Freitag beschlossen. Der bisherige Pauschalsatz liegt bei 22 Prozent der bewilligten und verausgabten direkten Projektmittel. Durch die Anhebung wird der Pauschalsatz laut Mitteilung der GWK an das Niveau der EU-Forschungsförderung angeglichen.

Aufschließen zu akademischen Wettbewerbern

Durch die Erhöhung "schließen wir zu unseren akademischen Wettbewerbern auf und schaffen in der europäischen Wissenschaftslandschaft einheitliche und verlässliche Rahmenbedingungen für exzellente Forschung", sagte der GWK-Vorsitzende und niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs, anlässlich der GWK-Sitzung.

Die Finanzierung der Erhöhung tragen Bund, Länder und die DFG gemeinsam: Laut Mitteilung verpflichten sich Bund und Länder dazu, der DFG bis 2030 zusätzliche Mittel in Höhe von insgesamt 78,6 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Bund und Länder tragen demnach jeweils ein Viertel des Mehrbedarfs. "Das zeigt, dass Bund und Länder auch in Zeiten schwieriger Haushaltslagen verlässliche Partner bleiben, wenn es um die Zukunft der Wissenschaft in Deutschland geht," sagte dazu die stellvertretende GWK-Vorsitzende, Bundesforschungsministerin Dorothee Bär. Die zweite Hälfte erbringt die DFG durch Umschichtung aus ihrem Förderhaushalt.

HRK ist nicht ganz zufrieden

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) begrüßt die Entscheidung. Die Erhöhung sei ein "wichtiger Erfolg und ein Schritt in die richtige Richtung", sagte HRK-Präsident Professor Walter Rosenthal laut Mitteilung der Organisation. Allerdings erfordere der von allen Seiten anerkannte tatsächliche Bedarf der Hochschulen eine deutlich höhere Programmpauschale. Der Koalitionsvertrag habe eine Erhöhung auf 30 Prozent vorgesehen, eine vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) beauftragte Studie 2024 sogar einen Bedarf von 45 Prozent ermittelt. "Die HRK wird die Ausgestaltung der Regelung aufmerksam verfolgen und darauf drängen, dass die leichte Erhöhung der Programmpauschale nicht durch eine Verschlechterung an anderer Stelle aufgezehrt wird", kündigte Rosenthal an.

Was mit der Programmpauschale finanziert wird

Die Programmpauschale soll zusätzliche Ausgaben finanzieren, die bei der Umsetzung und Verwaltung von Drittmittelprojekten entstehen und nicht von den Fördermitteln gedeckt sind (sogenannte Overhead-Kosten). Sie soll verhindern, dass forschungsstarke Hochschulen bei einer Zunahme von Drittmittelprojekten vermehrt Mittel aus der Grundfinanzierung zur Kostendeckung der Drittmittelforschung verwenden müssen, die dann für andere Aufgaben fehlen.

Die Pauschale wurde im Jahr 2007 eingeführt. Im laufenden Jahr sind etwa 550 Millionen Euro für sie vorgesehen. Der erhöhte Pauschalsatz gilt erst für Neubewilligungen ab dem Jahr 2027, alle bis Ende 2026 bewilligten Projekte erhalten demnach über ihre Laufzeit noch die alte Pauschale in Höhe von 22 Prozent.

cpy