Das Bild zeigt ein propalästinensisches Camp auf einem Campus der Columbia University.
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USA
Columbia zahlt über 220 Millionen Dollar

Die Columbia University hat sich zu einer Vergleichszahlung an die Trump-Regierung verpflichtet. Im Gegenzug fließen wieder staatliche Fördergelder.

25.07.2025

Die amerikanische Eliteuniversität Columbia hat sich mit der Trump-Regierung auf ein Abkommen geeinigt, damit Ermittlungen wegen angeblicher Verstöße gegen Antidiskriminierungsgesetze eingestellt werden. Das teilte die amerikanische Hochschule am Mittwoch (Ortszeit) mit. Die Hochschule verpflichtet sich unter anderem, über einen Zeitraum von drei Jahren 200 Millionen US-Dollar an die Regierung und 21 Millionen Dollar an die U.S. Equal Employment Opportunity Commission zu zahlen. Im Gegenzug sollen etwa 400 Millionen Dollar staatlicher Fördergelder wieder fließen, die die Regierung seit Monaten eingefroren hatte. Laut Universität standen zudem 1,3 Milliarden Dollar jährlicher Förderung auf dem Spiel.

Mit der Vereinbarung ende eine Phase erheblicher institutioneller Unsicherheit, erklärte die geschäftsführende Präsidentin der Columbia University, Claire Shipman, am Mittwoch in einer Mitteilung. Damit sei Kontinuität für Fakultätsmitglieder, Mitarbeitende und Studierende gewährleistet. Es habe eine Flut der Erleichterung gegeben, als die Forschenden erfuhren, dass die Fördermittel für die Fortführung ihrer wissenschaftlichen Arbeit wieder bereitstünden. Den hohen Vergleichszahlungen habe man angesichts bereits bestehender Einschränkungen und weiterer potentieller Verluste zustimmen müssen.

Seit seinem Amtsantritt hatte US-Präsident Donald Trump Druck auf die linksliberal geprägte Uni gemacht – und ebenso auf andere renommierte Hochschulen wie die Harvard University.

Diversitätsprogramme betroffen

Trump begrüßte die Einigung in einem Post auf Truth Social und bezog sich dabei auch auf sogenannte DEI-Programme für Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion. "Columbia hat sich auch dazu verpflichtet, ihre lächerlichen DEI-Programme zu beenden, Studenten NUR aufgrund ihrer LEISTUNGEN zuzulassen und die Bürgerrechte ihrer Studenten auf dem Campus zu schützen." Weitere Bildungseinrichtungen würden folgen.

Seit Amtsantritt ist es das Ziel der Trump-Regierung, solche Programme zurückzudrängen. Tatsächlich verpflichtet sich die renommierte New Yorker Hochschule in dem Abkommen dazu, ihre Diversitätsprogramme nicht fortzuführen.

Einschränkung von Demonstrationen und neue Kontrollinstanzen

In dem Deal vom Mittwoch werden laut einem Bericht der New York Times Maßnahmen festgeschrieben, die die Columbia University bereits im März zugesagt hatte: Die Hochschule verpflichtet sich etwa, Proteste auf dem Campus einzuschränken und einen Vize-Rektor zu benennen, der unter anderem den Lehrstuhl für Nahoststudien beaufsichtigen soll. Eine weitere unabhängige Person soll die Einhaltung der Vereinbarung mit der Trump-Regierung kontrollieren. 

Laut Shipman behalte Columbia jedoch die Kontrolle über seine akademischen und operativen Entscheidungen: "Die Bundesregierung wird uns nicht vorschreiben, was wir lehren, wer lehrt oder welche Studenten wir zulassen."

dpa/hes