Hochschulfinanzierung
Drei Wissenschaftspakte unterzeichnet

Bund und Länder haben den finalen Schritt für die Finanzierung dreier Hochschulpakte ab 2021 gemacht. Deren Umsetzung wird kritisch begleitet.

07.06.2019

Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) haben am Donnerstag drei Pakte zu Hochschulen und Forschung offiziell unterzeichnet. Damit bekommen Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland ab 2021 deutlich mehr Geld vom Staat.

Bund und Länder geben dauerhaft rund vier Milliarden Euro jährlich zusätzlich zur Grundausstattung in die Hochschulen. 120 Milliarden Euro investieren sie von 2021 bis 2030 in die außeruniversitäre Forschung. Mit 150 Millionen Euro sollen zudem jährlich neue Ideen vor allem in der Lehre gefördert werden. Bereits im Mai hatten die Fachminister die entsprechenden Pakte geschnürt.

Die steigenden und entfristeten Mittel für die Hochschulen sollen diesen unter anderem ermöglichen, mehr unbefristete Stellen zu schaffen. "Noch nie hat es in Deutschland für Hochschulen und Forschungseinrichtungen so langfristige finanzielle Sicherheit gegeben", sagte Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU). Gewerkschaften kritisierten, mit dem Geld sollten auch weiterhin unbefristete Beschäftigungsverhältnisse an den Unis finanziert werden können. SPD-Bildungsexperte Oliver Kaczmarek sprach dennoch von einem "guten Tag für die Wissenschaft".

Die Pakte stehen jedoch in der Kritik. Der Bundesrechnungshof kam zuletzt zu dem Ergebnis, dass die Pakte in der Vergangenheit ihre Ziele teils deutlich verfehlt hätten. Beobachter fürchten, dass sich dies künftig nicht ändern werde.

dpa/kas