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Internationalisierung Erasmus: Interesse von Hochschulmitarbeitern steigt

Immer mehr Hochschulmitarbeiter gehen für eine Fort- oder Weiterbildung zeitweise ins EU-Ausland. Ihr Wunschziel ist meist Großbritannien.

16.05.2018

Das Interesse an dem EU-Bildungsprogramm Erasmus nimmt weiter zu. Dies gilt vor allem für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Hochschulen, die sich im EU-Ausland fort- oder weiterbilden wollen. 1.930 waren es 2015 und damit knapp 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Das ergibt der aktuelle Jahresbericht 2017 der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im Deutschen Akademischen Austauschdienst mit den aktuellsten offiziellen Zahlen zur Auslandsmobilität.

Um sechs Prozent zurückgegangen ist demnach der Anteil der Hochschulmitarbeiter, die für die Lehre über Erasmus in einen anderen EU-Staat gehen. 2015 waren dies 3.008, 2014 noch 3.192. Meist geht es bei diesen Auslandsaufenthalten darum, an den Lehrkonzepten in anderen Ländern mitzuarbeiten.

Das beliebteste Ziel ist in der Lehrmobilität Polen, gefolgt von Spanien und Italien. Für eine Fort- oder Weiterbildung entscheiden sich die meisten für einen Auslandsaufenthalt in Großbritannien, Spanien oder Finnland.

45.000 Studierende mit Erasmus im Ausland

Die Anzahl der Erasmus-Studierenden ist bei weitem größer als die der Hochschulmitarbeiter. Insgesamt sind 45.000 deutsche Studierende im erfassten Hochschuljahr mit Erasmus ins Ausland gegangen. Im Vorjahr waren es 44.700. Das entspricht einem Zuwachs von rund 6,7 Prozent.

Die beliebtesten Zielländer deutscher Studierender bleiben unverändert Spanien, Frankreich und Großbritannien. Beim Praktikumsaufenthalt sind es dieselben Länder in anderer Reihenfolge: Großbritannien auf Platz eins, gefolgt von Spanien und Frankreich.

Inwieweit sich das Interesse von Hochschulmitarbeitern und Studierenden in den vergangenen Monaten entwickelt hat – etwa aufgrund der Brexit-Verhandlungen – erfassen diese Zahlen nicht.

kas

aktualisiert am 16.05.2018, 14:40 Uhr