Peter-André Alt, Präsident der HRK
HRK/David Ausserhofer

Corona-Pandemie
HRK will Schnelltests auch für Hochschulen

Der HRK gehen die Beschlüsse zur Corona-Krise nicht weit genug. Die Politik solle auch für die Hochschulen eine Test- und Öffnungsstrategie einplanen.

05.03.2021

Hochschulen müssen in den Szenarien für das weitere politische Vorgehen in der Corona-Krise mitgedacht werden. Das forderte am Freitag der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Professor Peter-André Alt, und plädierte für mehr Präsenz durch Schnelltests. "Wenn über Test- und Impfstrategien wieder mehr Präsenzlehre möglich ist, sollten diese Optionen auch genutzt werden", sagte HRK-Vizepräsident Professor Oliver Günther. Die HRK reagiert damit auf die Beschlüsse von Bund und Ländern vom Mittwoch, auf die unter anderem Lockerungen an Schulen folgten.

Die Studierenden und Hochschulen hätten ein berechtigtes und großes Interesse daran, "wo möglich zumindest teilweise und differenziert in einen sicheren Präsenzbetrieb" zurückzukehren, sagte Alt in Bezug auf die Hochschullehre, die Prüfungsvorbereitungen für Examen und Laborübungen. "Auch hier können und müssen Testkonzepte vorsichtig erprobt und Schnelltests genutzt werden", so der HRK-Präsident. Dafür brauche es entsprechend große Ressourcen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Forschung, Lehre und Verwaltung sollten in selbem Maße auf kostenlose Schnelltests zurückgreifen können wie Angestellte von Unternehmen. Die Kontakte infizierter Personen könnten zudem auch an den Hochschulen über digitale Plattformen effektiv und schnell nachverfolgt werden.

ckr

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