Rechtschreibung Noch keine Einigung bei gendergerechter Sprache

Seit Jahren wird über den Gebrauch von geschlechtergerechter Sprache gestritten. Der Rechtschreibrat hat nun eine Arbeitsgruppe eingesetzt.

09.06.2018

Der Rat für deutsche Rechtschreibung berät weiter über sogenanntes gendergerechtes Schreiben. Das berichtet der "Deutschlandfunk".

Beim jüngsten Treffen in Wien zeichnete sich demnach noch keine klare Präferenz ab, wie genau das umgesetzt werden könnte. Nun soll dem Bericht zufolge bis zur nächsten Sitzung des Gremiums im November eine Arbeitsgruppe mögliche Empfehlungen vorbereiten, die dann an die Behörden im deutschsprachigen Raum gehen sollen. Die Vorgabe: Geschlechtergerechte Rechtschreibung müsse immer verständlich, lesbar, eindeutig und grammatisch korrekt sein.

Bisher sind verschiedene Varianten im Umlauf, im weiten Sprachgebrauch durchgesetzt hat sich noch keine. Das sogenannte Binnen-I (StudentInnen), Gendersternchen (Lehrer*innen), Schrägstriche (Lehrer/in) und auch die X-Form (dix Studierx) verstoßen gegen das aktuelle amtliche Regelwerk. Am ehesten anzuraten ist laut dem Rat die Praxis, die jeweiligen Bezeichnungen in der weiblichen und in der männlichen Form zu nennen, also zum Beispiel die Vorständin und der Vorstand.

gri