Das Bild zeigt ein Windrad im Sonnenschein.
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Bundestagswahl
Über 11.000 Forschende drängen auf mehr Klimaschutz

Der offene Appell von Scientists for Future weist auf die Bedrohung durch Umweltkrisen hin. Diese hätten im Wahlkampf eine zu geringe Rolle gespielt.

20.03.2025

Über 11.350 Forschende haben mittlerweile einen offenen Appell von Scientists for Future unterzeichnet, der von der zukünftigen Regierung mehr Einsatz für den Klimaschutz fordert. Obwohl die Klimakrise und weitere Umweltkrisen wie der Biodiversitätsverlust oder die Überlastung biogeochemischer Stoffkreisläufe "mittelfristig die größte Bedrohung für Sicherheit, Wirtschaft und Wohlstand, Demokratie, Zivilisation und Menschenleben" darstellten, seien entsprechende Themen im Wahlkampf nur am Rande vorgekommen. 

Weil angesichts der geopolitisch zugespitzten Lage die Gefahr bestehe, den Klimaschutz weiter aus den Augen zu verlieren, wenden sich die Unterzeichnenden mit fünf Forderungen an die Politik:

  1. Die zukünftige Regierung müsse sich klar zum Klimaschutzgesetz und zum Green Deal bekennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen.
     
  2. Die Herausforderungen und erforderlichen Veränderungen seien gegenüber der Bevölkerung ehrlich zu kommunizieren.
     
  3. Politische Entscheidungen seien anhand von technisch-wissenschaftlichen Fakten zu treffen. Schlüsseltechnologien für das Erreichen der Klimaziele seien die erneuerbaren Energien.
     
  4. In der Klimapolitik müsse ein klarer Kurs eingeschlagen werden, um Planungssicherheit gewährleisten zu können.
     
  5. Alle Klimaschutzmaßnahmen bedürften einer sozialen Komponente, etwa die Rückzahlung eines Großteils der durch CO2-Bepreisung eingenommenen Mittel als Klimageld.
     

Man appelliere an alle demokratischen Parteien, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Die Bedrohung durch Umweltkrisen dürfe nicht verdrängt werden. Der Appell soll am 25. März an Abgeordnete aller Fraktionen übergeben werden. Unterzeichnet werden kann er noch bis einschließlich 24. März.

hes