Das Bild zeigt eine gelbe Warnweste sowie drei rote Trillerpfeifen mit der Aufschrift "Verdi".
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Tarifstreit
Warnstreiks an Hochschulen und Unikliniken

Der Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder hat erste Auswirkungen in NRW. Verdi hat zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen.

12.01.2026

In einer Reihe von nordrhein-westfälischen Städten müssen insbesondere Studierende sowie Patientinnen und Patienten von Unikliniken in dieser Woche mit Einschränkungen rechnen. Die Gewerkschaft Verdi hat viele Beschäftigte in den Bereichen Hochschulen, Landesverwaltung und Justiz zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Hintergrund sind die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Bundesländer, in denen Verdi den Druck erhöhen will.

Zu den ersten betroffenen Einrichtungen der zahlreichen Aktionen von Verdi in Nordrhein-Westfalen gehört die Universität Münster, deren Beschäftigte für Montag zum Warnstreik aufgerufen wurden. Verdi ging dabei von Einschränkungen bei der Öffnung von Bibliotheken und Hörsälen aus. An Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf gibt es einen Streikaufruf für Dienstag. 

Zweitägige Warnstreiks an Unikliniken

Schwerpunkt der Aktionen sind mehreren Unikliniken: Am Dienstag und Mittwoch sind zweitägige Warnstreiks an den Unikliniken Köln, Bonn und Essen geplant. An der Uniklinik Düsseldorf ist eintägiger Warnstreik für Dienstag angekündigt. Verdi verwies auf Notdienste, mit denen die Sicherheit der Patientinnen und Patienten gesichert sei. In Notfällen könne auch operiert werden. 

Für die 925.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder fordert die Gewerkschaft sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro monatlich zur Stärkung der unteren Lohngruppen. Verdi verlangt von den Arbeitgebern in der zweiten Verhandlungsrunde am 15. und 16. Januar in Potsdam ein "faires und verhandlungsfähiges Angebot". Bleibe das aus, werde der Druck erhöht.

dpa/hes