Zwei Hände zählen Geldscheine auf einen weißen Tisch.
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Destatis
Zahl der BAföG-Geförderten auf niedrigstem Stand seit 25 Jahren

2024 sank die Zahl der BAföG-Empfängerinnen und -Empfänger um vier Prozent. Ein neues Förderinstrument stellt die Studienstarthilfe dar.

04.08.2025

Im vergangenen Jahr haben 612.800 Personen monatliche Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) erhalten. Das sind vier Prozent weniger als im Vorjahr, meldete das Statistische Bundesamt (Destatis) Ende letzter Woche. Die Zahl der BAföG-Empfängerinnen und -Empfänger sei damit auf den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2000 gefallen. 2022 und 2023 habe es hingegen einen leichten Anstieg gegeben.

Bei fast 80 Prozent der Geförderten handele es sich um Studierende. Daneben hätten 129.000 Schülerinnen und Schüler BAföG bezogen. Der Förderbetrag habe bei durchschnittlich 635 Euro pro Monat gelegen – fünf Euro weniger als im Vorjahr. Die Ausgaben des Bundes seien im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent auf 3,1 Milliarden Euro gefallen.

Studienstarthilfe als neues Förderinstrument

Wie in den Vorjahren habe es mit fast 60 Prozent einen größeren Frauenanteil unter den BAföG-Geförderten gegeben. Die Mehrheit der Geförderten sei unter 25 Jahre alt (67 Prozent) und wohne nicht mehr bei den Eltern (71 Prozent).

Seit dem Wintersemester 2024/25 gibt es mit der Studienstarthilfe ein neues Förderinstrument im BAföG. Der einmalige finanzielle Zuschuss zum Studienbeginn in Höhe von 1.000 Euro wurde nach Destatis-Angaben von 10.700 Personen in Anspruch genommen – ebenfalls von mehr Frauen als Männern (57 Prozent gegenüber 43 Prozent). Die Förderung erfolgt unabhängig vom BAföG-Bezug und richtet sich an Personen unter 25 Jahren, die erstmalig ein Studium aufnehmen und zuvor bestimmte Sozialleistungen bezogen haben. 

DSW fordert BAföG-Bekenntnis

Das BAföG erreiche zu wenig Studierende, kritisiert das Deutsche Studierendenwerk (DSW) in einer Pressemitteilung und fordert ein "BAföG-Bekenntnis des Bundes": Die BAföG-Wohnkostenpauschale und der Bedarfssatz müssten steigen und Vereinfachungen vorgenommen werden. Angesichts einer Absenkung beim Studierenden-BAföG im neuen Haushaltsentwurf für 2026 um 250 Millionen Euro äußerte das DSW Zweifel, "ob es die Bundesregierung mit ihren BAföG-Versprechen ernst meint".

hes