Ein Fragezeichen in Sand gemalt
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FAQ Welche Chancen haben "Dual Career Couples"?

Das Thema "Dual Career" rückt immer mehr in das Bewusstsein der Leitungs- und Verwaltungsebene von Hochschulen. Dennoch sind die Angebote begrenzt.

Von Wiltrud Christine Radau 07.03.2018

Als "dual career couples" werden insbesondere Paare bezeichnet, bei denen beide Partner hochqualifizierte Persönlichkeiten sind und eine eigene Karriere anstreben. Diese Paare müssen besonders flexibel sein: Der Wechsel an eine andere Universität ist häufig nicht nur mit einem Wechsel des Wohnortes verbunden, sondern oft auch damit, dass der Partner beziehungsweise die Partnerin die eigene Erwerbstätigkeit am bisherigen Wohnort beenden muss.

Die Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Karriere und familiären Belangen gerät so zur Herausforderung. Nicht selten werden Rufe an Universitäten abgelehnt, weil diese keine adäquaten Voraussetzungen schaffen, die es möglich machen, die eigene Karriere mit den Vorstellungen des Partners bzw. der Partnerin zu vereinbaren. Die Universitäten sind daher zunehmend gefordert, die notwendigen Hilfestellungen zu geben. In erster Linie geht es dabei um eine attraktive Berufsperspektive für den Partner beziehungsweise die Partnerin.

Starke Unterstützung von "dual career" in den USA

Bisher gingen die meisten Hochschulen mit dem Thema eher zurückhaltend um; eine systematische Unterstützung, wie sie etwa in den USA an vielen Hochschulen praktiziert wird, war selten. Inzwischen tragen viele Hochschulen der besonderen Paar- und Familienkonstellation von hochqualifizierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aber Rechnung und entwickeln neue Konzepte zur Unterstützung von Doppelkarrierepaaren.

Die unterschiedlichen Maßnahmen beinhalten etwa hochschulinterne Servicestellen, welche die Partner der neu zu berufenden Wissenschaftler in Fragen der eigenen beruflichen Karriere unterstützen, eine Kooperation der Hochschulen untereinander mit dem Ziel, gemeinsame Fördermöglichkeiten für duale Karrieren zu erarbeiten oder Jobbörsen einzurichten.

Auch wird daran gearbeitet, ein Netzwerk der Hochschulen mit der regionalen Wirtschaft und öffentlichen Verwaltung aufzubauen. Im Einzelfall gelingt es auch, geeignete Stellen innerhalb der Hochschule anzubieten. Angesichts begrenzt vorhandener Planstellen und der grundsätzlichen Pflicht zur Ausschreibung sind die Spielräume der Universitäten allerdings eingeschränkt.