Symbolbild für Wissenschaftsfreiheit mit einem grünen Baum der aus einem Buch wächst und umgeben ist mit wissenschaftlichen Symbolen und Geräten.
KI-generiert

Stellungnahme
Brandenburger Wissenschaftsszene verteidigt Wissenschaftsfreiheit

Leitungen brandenburgischer Hochschulen und Forschungseinrichtungen sehen sich "als Pfeiler der freiheitlichen Demokratie". Nun zähle Solidarität.

01.09.2026

Am 31. August 2026 hat der Verein proWissen Potsdam im Namen von rund 75 Mitgliedern Brandenburger Hochschulen und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen ein Statement mit dem Titel "Freie Wissenschaft stärkt Brandenburg" veröffentlicht. Die Stellungnahme ist im Juli im Rahmen einer Veranstaltung des Brandenburger Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur zum Thema Resilienz von proWissen initiiert worden. 

Die Unterzeichnenden bekennen sich zu einer freien, offenen und verantwortungsvollen Wissenschaft. Sie betonen gleichzeitig auch potentielle Angriffspunkte: "Es ist Kern des wissenschaftlichen Arbeitens, die eigenen Ergebnisse fortwährend zu prüfen und zu korrigieren. Gerade diese Arbeitsweise macht Wissenschaft leistungsfähig, aber auch angreifbar – dann nämlich, wenn politische Einflussnahme, Desinformation, wirtschaftliche Abhängigkeiten oder gezielte Angriffe auf Personen und Institutionen zunehmen." 

Zu den am Statement Beteiligten der ersten Stunde gehören unter anderem Professorin Gesine Grande, Präsidentin der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU), Professor Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam, Professor Eduard Mühle, Präsident der Europa-Universität Viadrina Frankfurt Oder, Professorin Eva Schmitt-Rodermund, Präsidentin der Fachhochschule Potsdam, sowie Professor Andreas Wilms, Präsident der Technischen Hochschule Brandenburg. Die Liste ist derzeit noch für weitere Unterschriften offen. 

Solidarisch einstehen für demokratische Werte wie Freiheit und Vielfalt 

In der Stellungnahme fordern die Unterzeichnenden für die Wissenschaft "verlässliche Rahmenbedingungen, die ihre Unabhängigkeit schützen und ihre Handlungsfähigkeit sichern". Dazu gehörten neben Unterstützungsstrukturen für Beschäftigte und Forschende digitale und organisatorische Sicherheit sowie eine stabile Infrastruktur. Notwendig seien klare Verfahren in Krisenlagen und eine öffentliche Kultur, "die wissenschaftliche Arbeit nicht delegitimiert, sondern stärkt und anerkennt". 

Die Leitungen der brandenburgischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen würden sich "als Pfeiler der freiheitlichen Demokratie" sehen, die ein gemeinsames Zeichen für ihre Unabhängigkeit und gesellschaftliche Bedeutung setzten. "Sie stehen solidarisch Seite an Seite, wenn die grundgesetzlich festgeschriebene Freiheit der Wissenschaft angegriffen wird. Dazu gehört ausdrücklich auch die Umsetzung von Diversität, Chancengerechtigkeit und Gleichstellung." 

Im Statement wird als Ziel formuliert, dass Wissenschaft auch unter Druck frei, mutig, offen und verantwortungsvoll arbeiten können müsse, um langfristig und nachhaltig dem Gemeinwohl dienen zu können.

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cva