Ein aufgeschlagenes Buch
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Rezension "Fiction meets Science"

Der Biologe und Autor Dr. Bernhard Kegel hat ein Forscherteam zu den Galapagosinseln begleitet. Herausgekommen ist ein spannender Wissenschaftsroman.

Von Ina Lohaus 10.08.2018

Eigentlich wollen der Biologieprofessor Hermann Pauli und seine Lebensgefährtin, die Leiterin der Kieler Mordkommission, nur ihren Urlaub auf den Galapagosinseln verbringen. Doch schnell sind sie in die aktuellen Geschehnisse auf dem Archipel verwickelt.

Es sind die Forschungsergebnisse zum Klimawandel, die Pauli und die Wissenschaftler an der Charles-Darwin-Forschungsstation alarmieren und bei einigen von ihnen zu Aktionismus für den Natur- und Meeresschutz führen. Die Wissenschaftler werden jedoch mit den Hoffnungen und Ängsten der Inselbewohner, der Fischer und Touristen konfrontiert, die ihre je eigenen Interessen verfolgen.

So entsteht eine konfliktreiche Gemengelage, in der auch der Spürsinn der Kommissarin gefragt ist. Die in seinem Wissenschaftsroman beschriebene Umweltproblematik und den Forschungsalltag kann Bernhard Kegel den Lesern fundiert und authentisch vermitteln. Denn zur Vorbereitung auf sein Romanprojekt hat der promovierte Biologe ein Forscherteam des Bremer Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung zu den Galapagosinseln begleitet – eine Expedition, die ihm durch das Forschungs- und Fellowship-Programm "Fiction Meets Science" der Volkswagenstiftung ermöglicht wurde.

Bernhard Kegel: Abgrund. Roman. mareverlag 2017, 22 Euro.