HRK
Gleichstellung und Vielfalt als Grundlage für exzellente Forschung
Das Präsidium der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat anlässlich der Mitgliederversammlung in der vergangenen Woche die Bedeutung von Gleichstellung und Diversität für die deutschen Hochschulen betont. Mit großer Sorge würden die Hochschulen beobachten, dass Grundsätze der Chancengerechtigkeit und der diskriminierungsfreien Teilhabe zunehmend pauschal infrage gestellt und öffentlich diskreditiert würden, heißt es in der Pressemitteilung dazu. Solchen Entwicklungen trete die HRK entschieden entgegen.
"Das ist nicht unnötig oder optional, sondern verfassungsrechtlich geboten."
HRK-Präsident Professor Walter Rosenthal
"Gleichstellungsmaßnahmen und -strukturen dienen der Chancengerechtigkeit. Sie zielen auf den Abbau struktureller Ungleichheit und Diskriminierung und sie fördern die gleichberechtigte Einbindung und Entfaltung individueller Potenziale. Das ist nicht unnötig oder optional, sondern verfassungsrechtlich geboten", erläutert HRK-Präsident Professor Walter Rosenthal.
"Gleichstellung und Vielfaltsmanagement sind zentrale Bestandteile strategischer Hochschulentwicklung und Grundlage für innovative und exzellente Forschung und Lehre", unterstreicht Professorin Angela Ittel, HRK-Vizepräsidentin für Internationales, Gleichstellung und Diversität. Damit Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Fertigkeiten und Perspektiven an Hochschulen produktiv an gemeinsamen Zielen arbeiten könnten, seien chancengerechte Verfahren, ein langfristiges Personal- und Berufungsmanagement sowie systematisches Monitoring erforderlich. "Das ist originäre Führungsaufgabe und eine Frage strategischer Hochschulsteuerung", so Ittel.
"Gleichstellung und Vielfaltsmanagement sind Grundlage für innovative und exzellente Forschung und Lehre."
Professorin Angela Ittel, HRK-Vizepräsidentin
Mit ihrer 2024 verabschiedeten Entschließung "Auf dem Weg zu mehr Geschlechtergerechtigkeit bei Berufungen – Selbstverpflichtung der deutschen Hochschulen" haben sich die HRK-Mitgliedshochschulen klar dazu bekannt, Berufungs- und Personalprozesse transparenter, qualitätsgeleiteter und chancengerechter weiterzuentwickeln. Darin liege ein Beitrag zur Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Wissenschaftssystems, bekräftigt das HRK-Präsidium.
cva