Bild vieler Aktenordner mit einem Schild, auf dem das Wort BAföG steht
mauritius images / Herrmann Agenturfotografie / Alamy / Alamy Stock Photos

Statistisches Bundesamt
Zahl der BAföG-Geförderten erneut gesunken

2025 ist die Anzahl der BAföG-Geförderten um sieben Prozent zurückgegangen. Die durchschnittlichen Förderbeträge sind gestiegen

05.08.2026

Die Zahl der Geförderten nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) ist im Jahr 2025 um sieben Prozent gesunken, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am 5. August mitteilt. Demnach erhielten 570.000 Personen – 42.700 weniger als 2024 – monatliche Leistungen. Damit sei weiterhin ein Rückgang der Förderzahlen zu beobachten, der seit 2012 anhalte und nur 2022 und 2023 unterbrochen worden sei, so Destatis. Einen niedrigeren Stand habe es zuletzt im Jahr 2000 mit insgesamt 559.300 Geförderten gegeben.

Förderung fiel im Durchschnitt höher aus

Bei den Studierenden fiel der Rückgang der Zahlen noch etwas höher aus als in der Gesamtschau, führt Destatis weiter aus. Demnach sank die Zahl der Förderungen 2025 hier um acht Prozent beziehungsweise um 40.700 Geförderte auf 443.100. In der Gruppe der Schülerinnen und Schüler sei dagegen ein Rückgang von 1,6 Prozent zu beobachten gewesen.

Einen Anstieg verzeichnete das Bundesamt bei den durchschnittlichen Förderbeträgen. Studierende, die BAföG erhielten, bekamen 2025 demnach im Schnitt 682 Euro monatlich und damit 25 Euro mehr als im Vorjahr.

33.700 Studierende nutzten Flexibilitätssemester

Wie Destatis meldet, wurden mit der BAföG-Reform 2024 neue Förderinstrumente für Studierende eingeführt. Das sogenannte Flexibilitätssemester, mit dem Studierende einmalig ein Semester über die Förderungshöchstdauer hinaus eine BAföG-Förderung beziehen können, sei 2025 von 33.700 Geförderten in Anspruch genommen worden.

Die Studienstarthilfe – ein einmaliger finanzieller Zuschuss zum Studienbeginn in Höhe von 1.000 Euro – können Studierende unter 25 Jahren beziehen, die vor Beginn des Studiums bestimmte Sozialleistungen beziehen und sich erstmalig für ein Studium immatrikulieren, erklärt Destatis. Diese erhielten 2025 demnach 11.600 Personen.

hae