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04 | April 2015 Artikel versenden Artikel drucken

Wie berechnet sich die Pension von ­Professoren?

Sven Hendricks

Die Pension eines Beamten errechnet sich aus den ruhegehaltfähigen Dienstbezügen einerseits und den ruhegehaltfähigen Dienstzeiten andererseits. Bei Professoren sind neben dem Grundgehalt und ggf. Familienzuschlag der Stufe 1 insbesondere etwaige ruhegehaltfähige Leistungsbezüge (W-Besoldung) oder Sonderzuschüsse (C-Besoldung) zu berücksichtigen. Der Ruhegehaltssatz bestimmt sodann, wieviel Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge dem Beamten als Versorgungsbezug zustehen. Grundlage zur Ermittlung des Ruhegehaltssatzes ist dabei die ruhegehaltfähige Dienstzeit. Neben den in einem Beamtenverhältnis zurückgelegten Zeiten spielen dabei auch so genannte ruhegehaltfähige Vordienstzeiten eine wichtige Rolle. Hierzu zählen u.a. Ausbildungszeiten, wie etwa die Studienzeit, Promotionszeit oder auch Habilitationszeit respektive äquivalente Zeiten. Außerdem können regelmäßig in zeitlich begrenztem Umfang auch Zeiten berücksichtigt werden, die beispielsweise im Ausland oder in der Industrie verbracht wurden, soweit diese Zeiten in einem inneren Zusammenhang mit der späteren Übertragung des Professorenamtes stehen. Der maximale Pensionsanspruch in Höhe von 71,75 Prozent der ruhegehaltfähigen Bezüge wird bei 40 anrechenbaren Jahren erreicht. Sofern der Beamte nicht allein aufgrund Erreichens der regulären Altersgrenze in den Ruhestand getreten ist, sondern vorzeitig auf Antrag in den Ruhestand getreten ist, eine Schwerbehinderung vorliegt, wegen Dienstunfähigkeit oder aufgrund eines Dienstunfalles in den Ruhestand versetzt wurde, gelten regelmäßig abweichende Sonderregelungen für die Berechnung der Pension.


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