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07 | Juli 2015 Artikel versenden Artikel drucken

Dürfen positiv evaluierte Juniorprofessoren den Titel „Privatdozent“ führen?

Sandra Möhlmann

Die Landeshochschulgesetze sehen vor, dass auf Grund einer erfolgreichen Habilitation die Lehrbefugnis für ein bestimmtes wissenschaftliches Fach verliehen wird. Mit dieser Verleihung einher geht in der Regel die Führung des Titels „Privatdozent“.

Im Rahmen einer Juniorprofessur kommt es am Ende des dritten Jahres zur Zwischenevaluation, die als Prüfung mit der Habilitation vergleichbar ist. Unter Umständen besteht insoweit für positiv evaluierte Juniorprofessoren ebenfalls die Möglichkeit, den Titel „Privatdozent“ führen zu dürfen. Regelungen dazu enthält das jeweilige Hochschulgesetz. Das Bayerische Hochschulgesetz sieht vor, dass die Lehrbefugnis im Einvernehmen mit der zuständigen Fakultät den Personen erteilt werden soll, die sich an der betreffenden Hochschule als Juniorprofessor bewährt haben. Da mit einer Erteilung der Lehrbefugnis das Recht zur Führung der Bezeichnung „Privatdozent“ verbunden ist, können auch erfolgreich zwischenevaluierte Juniorprofessoren in Bayern in den Genuss des Titels kommen. Schleswig-Holsteins Hochschulgesetz sieht eine ähnliche Regelung vor. Allerdings besteht hier erst nach Ablauf der sechsjährigen Amtszeit die Möglichkeit, einen Antrag auf Erteilung der Lehrbefugnis zu stellen und fortan die akademische Bezeichnung „Privatdozent“ zu führen.


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