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08 | August 2015 Artikel versenden Artikel drucken

Wie bestimmt sich die Vergütung wissenschaftlicher Mitarbeiter?

Vanessa Adam

Die Vergütung wissenschaftlicher Mitarbeiter an staatlichen Hochschulen richtet sich nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L), in Hessen nach dem TV-H. Die tariflichen Regelungen sehen eine Eingruppierung der Mitarbeiter in Entgeltgruppen der konkreten Tätigkeit vor. Bei wissenschaftlichen Mitarbeitern ist die Eingruppierung in Entgeltgruppe 13 am häufigsten zu finden. Bei Wahrnehmung von schwierigen Forschungsaufgaben, die zur selbstständigen und verantwortlichen Bearbeitung übertragen sind, erfolgt eine Eingruppierung in Entgeltgruppe 14. Entgeltgruppe 15 erfordert zusätzlich bei schwierigen Forschungsaufgaben hochwertige Leistungen. Innerhalb der Entgeltgruppen findet zudem ein Stufenaufstieg (Stufe 1 bis 5) abhängig von der Dauer der einschlägigen Berufserfahrung statt. Für die Stufenzuordnung bei Neueinstellung wird die einschlägige bisherige Berufserfahrung berücksichtigt. Einschlägige Berufserfahrung ist jede berufliche Erfahrung in der übertragenen oder in einer auf die Aufgabe bezogenen entsprechenden Tätigkeit. Zeiten mit einschlägiger Berufserfahrung an anderen Hochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen werden grundsätzlich anerkannt. Stipendien zählen dagegen in der Regel nicht als einschlägige Berufserfahrung. Außerdem kann der Arbeitgeber bei Neueinstellungen zur Deckung des Personalbedarfs Zeiten einer vorherigen beruflichen Tätigkeit ganz oder teilweise berücksichtigen, wenn diese für die vorgesehene Tätigkeit förderlich ist. Zur Personalgewinnung und -bindung ist es der Hochschule außerdem möglich, Stufen auch ohne entsprechend lange Berufserfahrung ganz oder teilweise vorweg zu gewähren. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht zudem die Möglichkeit, Sonderzahlungen aus privaten Drittmitteln oder Leistungszulagen zu gewähren.


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