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04 | April 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Brandbrief zur Qualität des Mathematikunterrichts

In einem offenen Brandbrief an Politiker und Bildungsforscher haben 130 Professorinnen und Professoren sowie Lehrkräfte die Qualität des Mathematikunterrichts in Deutschland kritisiert. Die Vorbildung der Schulabgänger reiche nicht mehr für ein WiMINT-Studium in Wirtschaft, Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik aus. Oft fehle angehenden Studierenden Basiswissen aus der Mittelstufe wie Bruch-, Potenz- oder Wurzelrechnung. Grund für die Entwicklung seien die bundesweit geltenden Bildungsstandards, die den Schulstoff „ausgedünnt“ hätten. Sie waren eingeführt worden, nachdem Schüler 2001 schlecht im PISA-Test abgeschnitten hatten. Hinzu käme, dass Schüler Rechentechniken durch die Nutzung von Taschenrechnern nicht ausreichend einüben könnten. Laut Medien entgegneten Adressaten des Briefs, dass fehlende Basiskompetenzen nicht mit einheitlichen Bildungsstandards zusammenhingen. Die KMK wolle die Argumente dennoch prüfen.


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