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02 | Februar 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Schweizer Hochschulen wollen von „Trump-Effekt“ profitieren

Der Rektor der Universität Zürich und Präsident der Schweizer Hochschulen, Professor Michael Hengartner, hat vor dem Hintergrund der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten angekündigt, verstärkt Wissenschaftler aus den Vereinigten Staaten anzuwerben. Das berichtet die Schweizer Handelszeitung. Da viele US-Wissenschaftler ihre Forschungsfreiheit durch den neuen Präsidenten gefährdet sähen, suchten sie Arbeitsmöglichkeiten im Ausland. „Viele Studierende aber auch Professoren standen nach der Wahl Trumps unter Schock“, sagte Hengartner laut Bericht. „Dadurch haben sich unsere Chancen nochmals erhöht.“ Die Hochschulen werden laut Zeitung die Kandidatenliste nun penibel durchgehen und die geeignetsten Leute anschreiben, erklärt Hengartner laut Zeitung. Das Interesse sei offenbar gegenseitig. Nur Stunden nach der Wahl Trumps am 9. November habe der neue Präsident der ETH Lausanne, Martin Vetterli, die erste Bewerbung aus den USA erhalten. Vetterli erwartet weitere Interessenten und spricht bereits von einem „Trump-Effekt“. Aber auch Kanada sei ein Ziel US-amerikanischer Wissenschaftler. So verzeichne die Universität Toronto bei US-Bewerbern einen Anstieg von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein Trend, den Universitäten landesweit bestätigten.


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