Nachrichten
03 | März 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Kempen: „Wissenschaft muss wandern“

Der Deutsche Hochschulverband (DHV) beobachtet mit Sorge, dass die Wissenschaftsfreiheit weltweit unter Druck gerät. „Vielerorts müssen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um ihre Freiheit oder sogar um ihr Leben bangen“, erklärte der Präsident des DHV, Professor Bernhard Kempen. Beunruhigen müsse zudem, dass inzwischen auch in der westlichen Welt nationalistische Strömungen auf dem Vormarsch seien. Sie setzten auf Abschottung und machten aus ihrer Verachtung von Wissenschaft keinen Hehl. „Wissenschaft ist der wichtigste Motor für Innovation und Triebfeder für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. Der Wohlstand der Welt lebt vom Dialog und freien Fluss der Ideen über Disziplinen, Grenzen und Nationen hinweg“, betonte Kempen. „Wissenschaft muss daher wandern. Für einen florierenden wissenschaftlichen Austausch ist Gastfreundschaft unverzichtbar. Wer Grenzen errichtet und sich abschottet, hat nicht verstanden, wie wichtig internationale Wissenschaft ist.“ Der DHV unterstütze daher alle Bestrebungen, die dem Ziel dienten, auch international einen offenen und freien Diskurs zwischen Wissenschaftlern zu ermöglichen.


Zurück | Artikel versenden Artikel versenden | Artikel drucken Artikel drucken