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05 | Mai 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Tübingen: MPG gibt Affenversuche auf

Das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik (MPIBK) in Tübingen hat nach massiver Kritik von Tierschützern seine Versuche mit Affen eingestellt. Das berichtet der Deutschlandfunk. Eine Sprecherin des Instituts sagte demnach, die Affenversuche seien endgültig beendet worden. Das Institut besitze keine Affen mehr. Der Abteilungsdirektor hatte schon vor zwei Jahren angekündigt, nach Abschluss der schon genehmigten Experimente werde nur noch mit Nagetieren geforscht. Der Verein Soko Tierschutz bezeichnete das Ende der Affenversuche laut Meldung als historischen Erfolg der Tierschutzbewegung. Kritik an den Versuchen wurde 2014 laut, nachdem ein als Pfleger arbeitender Tierschützer die Versuche heimlich gefilmt hatte. Das Video zeigt auch Affen mit Hirnimplantaten und ein Tier mit einem blutverschmierten Kopf. Die Sprecherin der Max-Planck-Gesellschaft in München warnte laut Deutschlandradio vor einer übermäßig emotionalen Debatte und forderte Kompromissbereitschaft von den Tierschützern. Versuche mit Tieren seien dann legitim, wenn sie zum Beispiel der medizinischen Forschung dienten, die Menschenleben retten könne.


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