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03 | März 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Studiengebühren im Südwesten sind beschlossene Sache

Das baden-württembergische Kabinett hat den Gesetzentwurf zu Gebühren für internationale Studierende und Zweitstudien beschlossen. Als Reaktion auf Kritik hat Wissenschaftsministerin Theresia Bauer ihren ursprünglichen Entwurf laut dpa „sozial verträglicher” gestaltet. Stipendien und verschiedene Ausnahmeregelungen sollen vor allem Studierende aus entwicklungsschwachen Ländern entlasten. Die Gelder für Stipendien sollen dafür um eine Million Euro von derzeit 5,5 auf 6,5 Millionen Euro erhöht werden. Befreit von den Gebühren sollen sein: Studierende, die in Deutschland ihre Hochschulzugangsberechtigung erworben haben, anerkannte Asylbewerber und solche mit Aussicht auf Anerkennung, junge ausländische Forscher, die keine Lehrveranstaltungen besuchen, sowie Teilnehmer an Austauschprogrammen. Die FDP warnt laut Medien vor „überbordenden” Verwaltungskosten.

Ministerin Bauer erwartet jährliche Mehreinnahmen durch die Gebühren von rund 35 Millionen Euro. Zusätzliche 3,5 Millionen Euro entfielen durch die festgelegten Ausnahmeregelungen. 1.500 Euro müssen internationale Studierende von außerhalb der EU ab dem Wintersemester 2017/18 zahlen. Ein Zweitstudium wird 650 Euro pro Semester kosten. 300 Euro von den Gebühren bleiben an den Hochschulen. Damit sollen die Studienbedingungen und die Betreuung der Studierenden verbessert werden. Bereits eingeschriebene Studierende müssen die Gebühren nicht zahlen. Laut baden-württembergischem Wissenschaftsministerium sind derzeit 22.000 ausländische Studierende an baden-württembergischen Hochschulen eingeschrieben, 10.000 davon aus dem Nicht-EU-Ausland. In einem Zweitstudium seien 6.900 Menschen eingeschrieben.


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