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08 | August 2017 Artikel versenden Artikel drucken

Leibniz-Preis: Forscherin erhält Preis nachträglich

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Professorin Dr. Britta Nestler vom Vorwurf des wissenschaftlichen Fehlverhaltens entlastet und der Materialwissenschaftlerin vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2017 nachträglich verliehen. Die Verleihung an Nestler war im März ausgesetzt worden, nachdem der DFG kurz vor der Preisverleihung anonyme Hinweise im Zusammenhang mit den Forschungsarbeiten von Nestler bekannt gemacht worden waren; sie wurde im Rahmen der DFG-Jahresversammlung in Halle (Saale) nachgeholt. Die Entlastung Nestlers vom Vorwurf des wissenschaftlichen Fehlverhaltens wurde im Hauptausschuss der DFG bekannt gegeben. Die Generalsekretärin der DFG und Vorsitzende des Ausschusses zur Untersuchung von Vorwürfen wissenschaftlichen Fehlverhaltens, Dorothee Dzwonnek, betonte:, dass die der DFG gegenüber anonym und äußerst kurzfristig bekannt gemachten Vorwürfe gegenüber Frau Nestler intensiv geprüft werden mussten. Deshalb habe es im Frühjahr keine andere Möglichkeit gegeben, als die Verleihung des Leibniz-Preises auszusetzen. Weiter sagte sie: „Auch wenn uns diese Entscheidung sehr schwer fiel: Sie geschah im Interesse sowohl von Frau Nestler als auch der DFG und des Leibniz-Preises. Wir haben danach unter Hochdruck die Vorwürfe in jeder Hinsicht geprüft, Frau Nestler ausführlich angehört und zudem einen externen Gutachter hinzugezogen, bevor schließlich auch der Ausschuss zur Untersuchung von Vorwürfen wissenschaftlichen Fehlverhaltens mit der Angelegenheit befasst wurde. Auf der Grundlage dieser intensiven Prüfung hat sich kein Hinweis auf ein wissenschaftliches Fehlverhalten von Frau Nestler ergeben. Deshalb kann die DFG ihr nunmehr und mit großer Freude den Leibniz-Preis übergeben.“


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