Illustration einer Simulation Galileo-Satelliten.
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Brexit Großbritannien diskutiert mit EU über Galileo

Großbritannien will auch nach dem Brexit an dem europäischen Satellitennavigationssystem Galileo teilhaben. Der Einfluss dürfte jedoch sinken.

15.05.2018

Großbritannien diskutiert mit der Europäischen Union über seine Rechte am Satellitennavigationssystem Galileo nach dem Brexit. Das berichtete der "Deutschlandfunk" am Montag.

EU-Chefunterhändler Barnier habe demnach in Brüssel erklärt, dass Großbritannien mit seiner Entscheidung, aus der EU auszutreten, auch bisherige Vereinbarungen für die Beteiligung an Galileo gekappt habe und sich jetzt nur noch schlechtere aushandeln könne. Eine Kooperation werde es aber sicherlich auch künftig geben.

Der britische Wissenschaftsminister Sam Gyimah sagte der BBC laut des Berichts: Da man geholfen habe, das Galileo-System zu entwickeln, wolle man auch, dass sich die britische Industrie um Aufträge bewerben könne. Diskutiert werde außerdem über den Zugriff auf den "Public Regulated Service" von Galileo, ein besonders geschütztes, verschlüsseltes Navigationssignal. Dieses soll zur öffentlichen Sicherheit beitragen und kann etwa von Krankendiensten, Feuerwehr und Polizei genutzt werden. Auch im Küsten- und Grenzschutz wird es eingesetzt.

Die Ankündigung Großbritannien, notfalls eine eigene Alternative zu Galileo aufbauen zu wollen, werde laut der Zeitschrift "Politico" von der EU nicht ernstgenommen. Dafür sei ein System vom Umfang Galileos zu teuer. Auch würde der Aufbau zu lange dauern.

Das Satellitennavigationssystem Galileo ähnelt dem US-amerikanischen NAVSTAR-GPS, dem russischen GLONASS-System und dem chinesischen Beidou-System.

kas