Peter-André Alt
"Hochschulen verurteilen staatliche Repression in schärfster Form"

In der Türkei ist die erste Professorin wegen einer Friedenspetition verhaftet worden. Der Präsident der HRK kritisierte diese "große Härte".

28.03.2019

Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz hat sich anlässlich der Verhaftung der türkischen Forscherin Füsun Üstel zur politischen Lage in der Türkei positioniert. "Die Entwicklung an türkischen Universitäten seit der Veröffentlichung der Petition 'We Will Not Be a Party to this Crime!' beobachte ich mit Sorge, ja mit Entsetzen", sagte er am Donnerstag.

Der türkische Staat gehe "systematisch und mit großer Härte gegen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor, die als Staatsbürger von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch gemacht haben". Damit untergrabe er auch die akademischen Freiheiten.

Die deutschen Hochschulen verurteilten die staatlichen Repressionen gegen Hochschulangehörige in der Türkei "in schärfster Form".

Eine Gruppe von rund 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hatte vor einigen Tagen in Berlin gegen die Verhaftung von Füsun Üstel demonstriert. Sie ist eine von gut tausend Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern einer Petition, in der sich unter anderem viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gegen die Politik von Präsident Recep Erdogan ausgesprochen haben.

kas