Person trägt eine Probe auf den Teststreifen eines Corona-Antigen-Schnelltests auf
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Pandemie-Strategie
No-Covid-Initiative mahnt zu mehr Tests

Die Wissenschaftler hinter der Null-Fälle-Strategie plädieren für mehr Tests. Nur so könnten bei Lockerungen die Infektionszahlen eingedämmt werden.

03.03.2021

Lockerungen bei den Lockdown-Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind nur möglich, wenn gleichzeitig sehr viel mehr getestet wird, sagen die Vertreter der No-Covid-Initiative. Nötig seien regelmäßige Antigen-Schnelltests in der ganzen Bevölkerung, schreiben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hinter der Null-Fälle-Strategie in ihrer am Dienstag veröffentlichten dritten Stellungsnahme zum Pandemiegeschehen. Das Papier erschien vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen, der Ausbreitung ansteckenderer Coronavirus-Varianten und den anstehenden Gesprächen von Bund und Ländern über Lockerungen.

Die 14 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben darin Teststrategien vorgestellt, die zu erwartende Effekte von Lockerungen kompensieren könnten, indem Infektionen früher erkannt und eingedämmt würden. Zusammen mit schnellen Impfungen und einer effizienten Kontaktverfolgung seien dann Öffnungen auch in "roten" Regionen möglich, die noch eine hohe Inzidenz haben, heißt es in dem Schreiben.

Dafür müssten sich Bürgerinnen und Büger auch häufiger im Privaten selbst testen. Zusätzlich solle geschultes Personal regelmäßige Tests an Schulen, in Kitas und in Betrieben durchführen — entweder per Schnelltest oder auch per PCR-Pooltest. Bevor dies nicht organisiert und umsetzbar sei, sollen der Expertenrunde zufolge keine Öffnungen erfolgen. Das Robert-Koch-Institut müsse dafür seine Testkriterien, der Bund die Testkapazitäten anpassen. Auch die Finanzierung, Organisation und rechliche Grundlage der Antigen-Schnelltests müsse noch geklärt werden.

ckr

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