Dudeneintrag "Quellenangabe"
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Zitierte Publikationen
Diese Forscher sind "weltklasse"

Die Zitierungshäufigkeit ist ein verbreiteter Vergleichswert für die Leistung von Forscherinnen und Forschern. Dies sind die Besten ihres Faches.

09.07.2019

Im "Highly Cited Researchers 2018"-Report haben es 356 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einer deutschen Universität oder Forschungseinrichtung bis ganz an die Spitze geschafft: Sie zählen zum aktuell führenden einen Prozent der weltweit meistzitierten Forschenden ihres jeweiligen Fachgebiets.

Die jährliche Liste der weltweit meistzitierten Wissenschaftler in 21 verschiedenen Fachgebieten – darunter alle Naturwissenschaften, Medizin sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften – veröffentlicht das US-amerikanische Unternehmen "Clarivate Analytics" seit 2014.

In der aktuellen Liste sind die Autoren aller wissenschaftlichen Publikationen berücksichtigt, die zwischen 2006 und 2016 in der Plattform "Web of Science" erschienen sind, und die Ende 2016 zu dem einen Prozent der meistzitierten Fachaufsätze zählten ("highly cited papers"). Je nach Größe des Fachgebiets sind unterschiedlich viele Zitierungen nötig, um zum obersten Prozent zu zählen: Am meisten sind es in der Klinischen Medizin und am wenigsten in den Agrar- und Wirtschaftswissenschaften sowie in der Pharmakologie.

76 MPG-Wissenschaftler unter den Meistzitierten

Weltweit haben es 6078 Forschende auf diese Liste geschafft. Mit großem Abstand kommen mit 43 Prozent die meisten der "meistzitierten Forschenden" aus US-amerikanischen Institutionen (2639), gefolgt von Großbritannien (546), China (482) und Deutschland (356).

Unter den einzelnen Forschungseinrichtungen haben ebenfalls drei US-amerikanische Institutionen die meisten "meistzitierten Forschenden": Die Harvard-Universität (186), das National Institute of Health (148) und die Stanford-Universität (100). Die deutschen Institutionen der Max-Planck-Gesellschaft folgen gemeinsam mit 76 "meistzitierten Forschenden" auf Platz fünf der Weltrangliste.

Laut Bericht sind die gelisteten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, deren Arbeiten in den letzten zehn Jahren besonders häufig zitiert wurden, überdurchschnittlich einflussreich – wenngleich es kein universelles Konzept gebe, das außergewöhnliche Forschungsleistungen quantitativ wiedergegeben könnte.

ckr