USA
New York University verzichtet auf Studiengebühren für Medizin-Studium

Viele US-Amerikaner stehen nach dem Studium vor einem Schuldenberg aufgrund von Krediten. Die NYU will das bei Medizinern künftig verhindern.

17.08.2018

Die New York University (NYU) will für ihr Medizinstudium künftig keine Studiengebühren mehr verlangen. Das berichtet "Deutschlandradio" unter Berufung auf mehrere US-amerikanische Zeitungen. Nach Angaben der Medizinfakultät soll die neue Regelung für alle aktuellen und kommenden Studierenden gelten.

Die Universität wolle dadurch jungen Menschen aller Gesellschaftsschichten den Zugang zum Arztberuf ermöglichen. Der Dekan sagte laut Bericht, die Schuldenlast, die man jungen Leuten aufbürde, sei einfach zu groß – deshalb wollten viele keine Ärzte mehr werden oder strebten nach hochbezahlten Spezialistenjobs in der Medizin, anstatt Allgemeinmediziner zu werden oder in die Forschung zu gehen.

Für ein Medizinstudium zahlen Studierende an der New York University bislang pro Jahr 55.000 US-Dollar. Nach ihrem Abschluss haben sie im Schnitt Schulden von 184.000 US-Dollar. An der NYU studieren derzeit mehr als 400 Medizinstudierende.

gri