Foto von Lena Kreck während eines Interviews
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Gültigkeit von Berufsbezeichnung
Berliner Senatorin will Professorinnen-Titel nicht mehr führen

Lena Kreck hatte vor ihrem Senatorenamt eine Professur inne. Kritiker sagen, sie dürfe den Titel nicht weiterführen. Kreck reagierte auf die Vorwürfe.

02.09.2022

Die Berliner Justizsenatorin Lena Kreck (Linke) will ihren Titel als Professorin "bis auf Weiteres" nicht mehr führen, teilte die Senatsjustizverwaltung am Freitag mit. Spätestens nach der Rückkehr an ihre frühere Hochschule werde Kreck die Bezeichnung aber wieder aufnehmen.

Kreck reagiert Medienberichten zufolge damit auf Vorwürfe von Juristen und Wissenschaftlern seit Anfang Juli, wonach sie ihren Titel nicht lange genug getragen habe, um ihn rechtmäßig weiterführen zu dürfen. Der Titel dürfe laut Berliner Hochschulgesetz nach Verlassen der Professur nur weitergeführt werden, wenn der Titelträger diese mindestens fünf Jahre inne hatte. Kreck arbeitete von 2019 bis 2021 als Professorin für Soziale Arbeit an der Evangelischen Hochschule Berlin. Ende 2021 wurde die 41-jährige Juristin Senatorin.

Kreck teilte mit: "Ich bin der Auffassung, dass ich mich nach meiner Ernennung zur Senatorin berechtigterweise Professorin genannt habe." Gegenüber dem "Focus" hatte sie argumentiert, sie arbeite weiter nebenbei für die Hochschule und betreue weiterhin Abschlussarbeiten. Sie verwies zudem auf Prüfungen der Rechtslage durch Juristen ihres Ressorts. Sie nehme aber zur Kenntnis, dass es zu ihrer Titelführung auch andere Meinungen und Rechtsauffassungen gibt.

aktualisiert am 02.09.2022 um 14.54 Uhr, zuerst veröffentlicht um 14.17 Uhr

dpa/ckr

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