Ein Musiker mit einer Bassposaune bei einer Orchesterprobe
dpa

digitales Sommersemester
HRK fordert Unterstützung für Kunst- und Musikhochschulen

Die Hochschulrektorenkonferenz will die Lehrbedingungen an Kunst- und Musikhochschulen lockern. Dort sei Präsenzlehre besonders wichtig.

22.05.2020

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat an Bund und Länder appelliert, bei allen künftigen Beschlüssen die besonderen Bedürfnisse der Kunst- und Musikhochschulen zu berücksichtigen. Wie an allen deutschen Hochschulen setzen sich die Lehrenden in der Corona-Pandemie auch dort sehr für digitale Lehrangebote ein, teilte die HRK mit, zumindest im theoretisch-wissenschaftlichen Bereich der Lehre. Allerdings seien die künstlerischen Hochschulen in besonderem Maße auf praktische Lehrformate im Präsenzunterricht angwiesen. Die Unterrichtsbeschränkungen müssten hier gelockert werden, soweit es die Infektionslage zulasse, so die HRK.

Insgesamt hat der HRK-Präsident Professor Peter-André Alt eine positive Zwischenbilanz zum laufenden Sommersemester gezogen. Die meisten Hochschulen hätten sich in einer gemeinsamen Kraftanstrengung der Lehrenden und der Verwaltung gut auf digitale Lehre umgestellt. Handlungsbedarf bestehe jedoch noch für die dauerhafte Nutzung der digitalen Infrastrukturen der Hochschulen. Dafür fordert die HRK ein Förderprogramm von Bund und Ländern.

ckr

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