Campus der Universität zu Köln mit Schriftzug
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Rassismus an Hochschulen
Uni Köln ernennt Rassimuskritik-Beauftragte

Als bundesweit erste Hochschule hat die Uni Köln eine Rektoratsbeauftragte für Rassismuskritik ernannt. Den Posten übernimmt Katajun Amirpur.

21.04.2022

Das Rektorat der Universität zu Köln hat zum 1. April eine Beauftragte für Rassismuskritik ernannt. Die neu geschaffene Stelle übernehme Professorin Katajun Amirpur, zunächst für zwei Jahre, die damit für den Abbau rassistischer Strukturen zuständig sei, teilte die Universität am Donnerstag mit. Es sei der erste Posten dieser Art an einer Uni in Deutschland.

In Abstimmung mit dem Prorektorat für Akademische Karriere und Chancengerechtigkeit soll Amirpur als zentrale Anlaufstelle rassistischer Diskriminierung entgegenwirken. Sie werde in allen Bereichen der Hochschule – insbesondere in Lehre, Forschung und Verwaltung – für eine rassismuskritische Auseinandersetzung sorgen, unter anderem über regelmäßige Werkstätten. Darüber hinaus würden die Beratungsstellen für betroffene Studierende und Beschäftigte ausgebaut.

Rassismus umfasst an Universitäten laut Mitteilung mehrere Dimensionen. Dazu zählten der Alltagsrassismus, institutionelle Praktiken sowie Inhalte von Lehre und Forschung. Rassismuskritik bezeichne eine institutionelle Haltung gegen Rassismus.

"Dass Köln nun als erste Universität Deutschlands diese Beauftragtenfunktion für Rassismuskritik einrichtet, heißt nicht, dass wir an der Universität zu Köln mehr Rassismus haben als anderswo, sondern dass wir das Problem aktiv angehen", erklärte Amirpur und forderte einen permanten Dialog über das Thema.

ckr

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