Qualität von Forschung und Lehre
CHE-Hochschulranking veröffentlicht

15 Fächergruppen an deutschen Universitäten standen im Fokus eines aktuellen Rankings. Trotz Kritik freut sich, wer gut abschneidet.

09.05.2018

Das Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) dient vielen Studieninteressierten mittlerweile als Entscheidungshilfe bei der Wahl einer Universität. Einmal im Jahr erscheint es im Studienführer der Wochenzeitung "Die Zeit" und gruppiert die Leistungen zahlreicher Universitäten in Forschung und Lehre in Spitzengruppe, Mittelgruppe und Schlussgruppe. Neben Studierenden werden Hochschullehrerinnen und -lehrer befragt sowie Zahlen und Fakten über die Hochschulen ausgewertet.

Für das Fach Medizin sind es die Universität Heidelberg und die TU München, die in allen Punkten Spitzenbewertungen erzielen. Das gilt zumindest, wenn man die Bewertung betrachtet von Lehrangebot und Betreuung durch Lehrende, Forschungsreputation und Höhe der Forschungsgelder je Professorin oder Professor sowie Bibliotheksausstattung und IT-Infrastruktur.

Für Betriebswirtschaftslehre schneiden unter den staatlichen Universitäten für die genannten Kategorien am besten ab die Universität Göttingen und die TU München. Sie bekamen für fünf der sechs Kategorien Spitzenbewertungen. In Germanistik erhielten die Universitäten Freiburg, Göttingen und Jena jeweils drei Spitzenbewertungen. Damit liegen sie nach den ausgewählten Kriterien an der Spitze des Rankings. Die Forschungsreputation der Universitäten im Fach Germanistik wurde nicht untersucht.

Wissenschaftsminister begrüßt gute Ergebnisse

Das Ranking und seine Klassifizierung ist umstritten. Dennoch freut es viele Hochschulleitungen und Landesminister – sofern die Platzierung stimmt. So sagte etwa Wissenschaftsminister Konrad Wolf aus Rheinland-Pfalz: "Wir freuen uns für die Hochschulen, die beim CHE-Ranking gut abgeschnitten haben". Zwar sei die Studie kein relevantes Instrument zur Bewertung der Qualität von Studium und Lehre. Es sei aber positiv, dass Mainz und Kaiserslautern in den Fächern Mathematik, Informatik und einigen Naturwissenschaften gute Platzierungen erreicht hätten.

kas/dpa